Handbuch für Sloop und Tender



Anleitung für Schaluppe und Tenderboot


Diese Anleitung soll dir deine Schaluppe oder dein Tenderboot erklären und dir helfen, deine Schaluppe sicher und mit Freude zu nutzen.

Die Anleitung enthält allgemeine Angaben zu deiner Schaluppe sowie Informationen über die Sicherheit, Handhabung und Wartung deines Bootes. Wir empfehlen dir, die Anleitung sorgfältig durchzulesen, um die Schaluppe und ihre Ausstattung vor der ersten Fahrt kennenzulernen. 

Lies diese Anleitung gründlich und aufmerksam durch, bevor du mit deiner Schaluppe fährst. Wenn trotz sorgfältiger Lektüre dieser Anleitung noch etwas unklar ist, nimm bitte Kontakt mit uns auf.

Lies auch die Tipps für sicheres Fahren in diesem externen Dokument.

 

Achtung! Informiere dich darüber, welche Änderungen du selbst an der Schaluppe vornehmen darfst und insbesondere, was du nicht selbst ändern darfst. Du könntest deine eigene Sicherheit gefährden, und die Werksgarantie kann erlöschen.

 

In den Niederlanden gebaute und importierte Sportboote und Wasserscooter müssen dem Gesetz über Sportboote 2016 entsprechen. Dieses Gesetz enthält die Anforderungen der europäischen Richtlinie über Sportboote. Das Boot erfüllt die einschlägigen Bestimmungen der Richtlinie 94/25/EG über Sportboote und der Änderungen 003/44/EG des Europäischen Parlaments. Die CE-Kennzeichnung bedeutet, dass das Boot alle zum Zeitpunkt des Baus geltenden aktuellen Normen und Richtlinien der International Organization for Standardization (ISO) erfüllt.
Wenn ein Fahrzeug alle Anforderungen erfüllt, darf der Hersteller die CE-Kennzeichnung anbringen. Die Abkürzung CE steht für Conformité Européenne (Europäische Konformität). Produkte mit einem CE-Aufkleber erfüllen die europäischen Anforderungen für diese Produktgruppe.

Verkäufer von Fahrzeugen, die am Fahrzeug einen eigenen Markennamen anbringen, gelten laut Gesetz ebenfalls als Hersteller. Damit tragen sie dieselbe Verantwortung und haben dieselben Pflichten wie der Hersteller. In den Niederlanden überwacht die Inspectie Leefomgeving en Transport die Einhaltung des Gesetzes über Sportboote 2016. In Belgien überwacht der FÖD Mobilität und Verkehr die Einhaltung; außerdem ist für Boote, deren Eigentümer eine Verbindung zu Belgien haben, ein Registrierungsbrief erforderlich. Marinaut unterstützt beim Antragsverfahren für den Registrierungsbrief. 

Der Hersteller kann auf verschiedene Weise nachweisen, wie die Anforderungen des Gesetzes über Sportboote 2016 erfüllt werden. Abhängig von der Entwurfskategorie und der Länge des Fahrzeugs ist eine Prüfung durch eine anerkannte Prüfstelle vorgeschrieben.

De fabrikant legt een technisch dossier aan. Hiermee moet de fabrikant kunnen aantonen dat het vaartuig aan de veiligheidseisen voldoet. Uit het technisch dossier moet ook blijken welke normen (bijvoorbeeld de geharmoniseerde ISO-normen) zijn gebruikt om te beoordelen of het vaartuig aan de eisen voldoet. De fabrikant moet het technisch dossier ten minste 10 jaar na levering van het vaartuig bewaren. Het technisch dossier bevat:

  • een algemene beschrijving van het type;
  • de ontwerp- en fabricagetekeningen en schema’s, inclusief een toelichting daarop;
  • de resultaten van ontwerpberekeningen en onderzoeken;
  • de testrapporten of berekeningen (met name voor stabiliteit en drijfvermogen);
  • de rapporten waaruit blijkt dat aan de geluids- en uitlaatemissies wordt voldaan;
  • een lijst met toegepaste normen en/of een beschrijving van andere oplossingen om aan de essentiële eisen te voldoen;
  • De certificaten, rapporten en verslagen van de betrokken keuringsinstantie (indien van toepassing);

 

Gebruikershandleiding

De fabrikant levert een vaartuigspecifieke gebruikershandleiding (in het Nederlands of Engels).

 

Verklaring van overeenstemming

Ook stelt de fabrikant een Nederlandstalige verklaring van overeenstemming op. De verklaring van overeenstemming wordt bij de sloep geleverd. Deze verklaring bevat in ieder geval:

  • een omschrijving van het vaartuig;
  • de contactgegevens van de fabrikant;
  • de normen waaraan het vaartuig is getoetst;
  • indien van toepassing: een verwijzing naar de betrokken keuringsinstantie;
  • indien van toepassing: het certificaat van de keuringsinstantie.

Essentiële eisen voor het ontwerp en de bouw 

Op de verklaring van overeenstemming van de sloep (conformiteitsverklaring) staan de hierna genoemde eisen en normen waaraan de sloep is getoetst. Onderaan dit document staat een voorbeeldverklaring.
De toepasselijke normen zijn op de verklaring aangevinkt. Alle normen worden in deze handleiding beschreven. 

Verplichtingen van Marinaut als distributeur
Volgens de wet neemt Marinaut, wanneer Marinaut van mening is of redenen heeft om aan te nemen dat een door Marinaut op de markt aangeboden boot niet aan deze richtlijn voldoet, de nodige corrigerende maatregelen om de boot conform te maken of, indien nodig, uit de handel te nemen of terug te roepen. Bovendien stelt Marinaut, indien het product een risico vormt, de bevoegde nationale autoriteiten van de lidstaten waar Marinaut de boot op de markt heeft aangeboden, onmiddellijk op de hoogte.

 

1. KATEGORIEN VON WASSERFAHRZEUGENTWÜRFEN

Mit der Entwurfskategorie wird angegeben, für welche Fahrbedingungen der Hersteller das Wasserfahrzeug als höchstens geeignet erachtet. Das Boot wurde dafür ausgelegt, und in der Dokumentation ist angegeben, für wie viele Personen es bestimmt ist. Die Entwurfskategorie sagt nichts über das Fahrtgebiet oder eine Klasse aus. Die Richtlinie über Sportboote unterscheidet diesbezüglich nicht. Grundsätzlich ist es daher möglich, dass ein für die Entwurfskategorie D geeignetes Wasserfahrzeug unter geeigneten Bedingungen auch auf dem Ozean fährt. Es ist möglich, dass auf dem Wasserfahrzeug zwei oder mehr Entwurfskategorien angegeben sind, z. B. Entwurfskategorie C mit 4 Personen und Entwurfskategorie D mit 6 Personen. In den technischen Unterlagen, die beim Hersteller vorhanden sein müssen, ist zu begründen, warum eine bestimmte Entwurfskategorie gewählt wurde. Dies kann anhand technischer Berechnungen, Schemata, Zeichnungen, Beschreibungen, Fotos, Videos usw. erfolgen.

A. Ein Sportboot der Entwurfskategorie A gilt als für die Fahrt ausgelegt, bei der die Windstärke mehr als 8 (Beaufort-Skala) und die signifikante Wellenhöhe (Mittelwert der höchsten Wellen zu diesem Zeitpunkt) mehr als 4 Meter betragen können, wobei keine ungewöhnlichen Bedingungen wie Sturm, schwerer Sturm, Orkan, Tornado und extreme See oder ungewöhnliche Wellen auftreten.
B. Ein Sportboot der Entwurfskategorie B gilt als für die Fahrt bei höchstens Windstärke 8 und einer signifikanten Wellenhöhe von maximal 4 Metern ausgelegt.
C. Ein Wasserfahrzeug der Entwurfskategorie C gilt als für die Fahrt bei höchstens Windstärke 6 und einer signifikanten Wellenhöhe von maximal 2 Metern ausgelegt.
D. Ein Wasserfahrzeug der Entwurfskategorie D gilt als für die Fahrt bei höchstens Windstärke 4 und einer signifikanten Wellenhöhe von maximal 0,3 Metern ausgelegt, wobei gelegentlich Wellen von maximal 0,5 Metern auftreten können.

Wasserfahrzeuge jeder Entwurfskategorie müssen so entworfen und gebaut sein, dass sie den in diesem Handbuch aufgeführten Parametern für Stabilität, Auftrieb und anderen relevanten grundlegenden Anforderungen standhalten und gut manövrierbar sind.

2. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

2.1. Identifizierung von Wasserfahrzeugen Watercraft Identification Number (WIN (früher HIN/CIN-Code)

An jedem Wasserfahrzeug wird mindestens zweimal eine Identifizierungsnummer angebracht. Auf der Steuerbordseite des Spiegels (Heck des Wasserfahrzeugs) und an einer zweiten, verborgenen Stelle muss eine Watercraft Identification Number (Wasserfahrzeug-Identifizierungsnummer) (WIN-Code) angebracht sein. Dieser WIN-Code besteht aus 15 Zeichen im folgenden Format:NL-ABC12345A909. Eine Änderung, Entfernung oder Ersetzung muss deutlich sichtbar sein, und eine Entfernung hinterlässt eine Spur am Rumpf. Die WIN ist an der äußeren Steuerbordseite am Spiegel lesbar oder, falls kein Spiegel vorhanden ist, am Rumpf; - innerhalb von 300 mm vom Heck des Wasserfahrzeugs und - innerhalb von 50 mm von der Oberkante der Bordwand oder der Oberseite des Rumpfes. Eine doppelte WIN wird im Innenbereich an einer verborgenen Stelle angebracht. Beide Stellen werden im technischen Dossier angegeben. Die Identifizierungsnummer wird nicht mit dem Herstellerschild des Wasserfahrzeugs kombiniert. Die WIN muss jederzeit lesbar sein und darf niemals entfernt, geändert oder auf andere Weise unlesbar gemacht werden. 

 

2.2. Herstellerschild des Wasserfahrzeugs

Auf jedem Wasserfahrzeug muss zusätzlich zur Wasserfahrzeug-Identifizierungsnummer ein separates, dauerhaft angebrachtes Schild mit mindestens den folgenden Angaben angebracht werden:

a) der Name, der eingetragene Handelsname oder die eingetragene Marke sowie die Kontaktadresse des Herstellers;
b) die CE-Kennzeichnung
c) die Entwurfskategorie des Wasserfahrzeugs. Die europäische Richtlinie über Sportboote kennt vier Kategorien: A. Hochsee, B. See, C. Küstengewässer, D. geschützte Gewässer.
d) die vom Hersteller empfohlene maximale Zuladung, berechnet gemäß Punkt 3.6, wobei das Gewicht des Inhalts der fest eingebauten Tanks bei deren vollständiger Befüllung nicht berücksichtigt wird;
e) die vom Hersteller empfohlene Anzahl der Personen, für die das Wasserfahrzeug ausgelegt ist.

Mit diesem Schild wird die eigentliche CE-Kennzeichnung am Wasserfahrzeug angebracht. Das CE-Zeichen wird gut sichtbar angebracht. Bei Booten mit Außenbordmotor wird auf dem Schild außerdem die maximale Motorleistung angegeben. 

2.3. Schutz vor dem Überbordfallen und Einrichtungen zum Wiederan-Bord-Kommen

Bei der Konstruktion von Wasserfahrzeugen wird sichergestellt, dass die Risiken des Überbordfallens so weit wie möglich reduziert und das Wiederan-Bord-Kommen erleichtert werden. Einrichtungen zum Wiederan-Bord-Kommen müssen für eine im Wasser befindliche Person ohne Hilfe zugänglich oder von ihr einsetzbar sein. Dazu gehören unter anderem rutschhemmende Oberflächen, Fußleisten, Relings, Handläufe, feste Anschlagpunkte zur Befestigung einer Leine an einem Sicherheitsgeschirr und Ähnliches. Es ist erforderlich, dass eine Badeleiter jederzeit von einem Schwimmer ohne Hilfe vom Wasserfahrzeug aus benutzt werden kann. Zusätzlich zu einer Badeleiter kann auch eine andere Möglichkeit zum sicheren Wiederan-Bord-Kommen vorhanden sein, beispielsweise eine Badeplattform. Diese Einrichtungen müssen während der gesamten Lebensdauer des Wasserfahrzeugs nutzbar und vorhanden bleiben. Dies gilt grundsätzlich für alle Teile und Konstruktionen des Wasserfahrzeugs.

  • Über Bord zu fallen ist ein Risiko für alle, die mit einem Boot unterwegs sind. 
  • Daher ist es wichtig, auf dem Wasser eine Rettungsweste oder Auftriebshilfe zu tragen. Für Kinder ist eine feste Rettungsweste mit Kragen am besten. 
  • Wenn du ins Wasser fällst, hält deine Kleidung eine Zeit lang Luft fest. Meist sammelt sich diese Luft auf deiner Rückenseite. Dadurch liegst du mit dem Gesicht im Wasser vornüber, besonders wenn du bewusstlos bist. Eine gute Rettungsweste bewirkt zwei Dinge: Sie sorgt dauerhaft für zusätzlichen Auftrieb, sodass du schwimmst, und dreht dich auf den Rücken, damit du weiter atmen kannst. Eine Rettungsweste funktioniert nur, wenn du sie trägst! Trage auf jeden Fall eine Rettungsweste bei einer Wassertemperatur unter 15 Grad, nachts, bei Nebel oder ab Windstärke 4 Beaufort. Ebenso, wenn dir seekrank ist, du nicht so gut schwimmen kannst oder für Kinder. Bedenke, dass ein Sturz über Bord eine höhere Überlebenschance bietet, wenn du eine Rettungsweste trägst.
  • Du bist verpflichtet, eine Rettungsweste zu tragen, wenn du auf einem offenen Boot im Stehen steuerst, das schneller als 20 Kilometer pro Stunde fährt. Auch wenn du nicht dazu verpflichtet bist, ist das Tragen einer Rettungsweste sinnvoll. 
  • Während der Fahrt muss jeder auf den dafür vorgesehenen Sitzplätzen sitzen, um zu verhindern, dass jemand über Bord fällt.
  • Wenn du die eventuell vorhandene Kajüte verlässt, achte darauf, dass du deine Rettungsweste trägst und dich eingepickt hast.
  • Lasse deine Rettungsweste alle 2 Jahre überprüfen und trage sie beim Fahren tatsächlich. Aufbewahrt kann sie dein Leben nicht retten.
  • Du kannst eventuell eine Schwimmweste tragen, aber beachte, dass sie nur als Auftriebshilfe dient. Eine Schwimmweste kann beim Wassersport angenehm sein, wenn eine Rettungsweste dir nicht genügend Bewegungsfreiheit lässt. Zum Beispiel in einem offenen Segelboot oder Katamaran oder wenn du surfst, SUP fährst, kajakst oder Kanu fährst.
  • Bewahre die Rettungswesten an einem leicht erreichbaren Ort auf.
  • Wenn du mit einem schnellen Motorboot fährst, ist es vorgeschrieben, für jede mitfahrende Person eine Rettungsweste an Bord zu haben. Gemeint ist mindestens 100 N (also keine Schwimmweste); 100-N-Westen sind für die Verwendung in geschützten Gewässern mit leichter Kleidung vorgesehen. Das sind häufig die bekannten orangefarbenen Rettungswesten mit Kragen (je höher der N-Wert, desto größer der Auftrieb). Eine Rettungsweste mit Kragen kann dich innerhalb von 5 Sekunden auf den Rücken drehen und eine solche Weste kann dein Leben retten. Die Sicherheit von 100-N-Westen ist bei Bewusstlosigkeit abhängig von der getragenen Kleidung und daher eingeschränkt.
  • Überprüfe deine Rettungsweste regelmäßig. Kontrolliere, ob die Reißverschlüsse und Verschlüsse noch funktionieren und ob die Nähte in Ordnung sind. Spüle die Weste nach dem Gebrauch mit Leitungswasser ab und lasse sie gut trocknen. Bewahre sie an einem trockenen Ort auf, vorzugsweise auf einem Bügel. Die Funktion des Aufblasmechanismus (Gaspatrone, Salztablette) muss regelmäßig überprüft werden. In der Gebrauchsanweisung steht, wie oft und auf welche Weise. Überlasse die Prüfung einem Fachmann.

  • Wie du wieder an Bord kommst, wenn du ins Wasser gefallen bist: 
    • Überlegen Sie im Voraus, wie Sie wieder an Bord gelangen, falls Sie ins Wasser geraten.
    • Wenn Sie allein fahren, ist es äußerst schwierig, wieder an Bord zu klettern. Führen Sie daher immer eine Notfunkbake wie eine PLB mit sich. Damit alarmieren Sie die Rettungsdienste.
    • Wenn Sie bei Bewusstsein sind, können Sie selbst versuchen, wieder an Bord zu kommen. Dies kann beispielsweise über die Badeleiter oder in äußerster Not über ein Seil geschehen.
    • Wenn Sie allein fahren, ist es äußerst schwierig, wieder an Bord zu klettern. Führen Sie daher immer eine Notfunkbake wie eine PLB mit sich. 
    • Wenn Sie bewusstlos sind, ist es wichtig, mit einer Rettungsweste weiter zu treiben.
    • Üben Sie das Mann-über-Bord-Manöver, wenn Sie häufig mit einer festen Besatzung fahren.
  • Gehen Sie nur schwimmen, wenn Sie glauben, das Ufer, die Badeleiter oder ein Seil erreichen zu können oder einen schwimmenden Gegenstand zu finden, an dem Sie sich festhalten können;
  • Bleiben Sie andernfalls reglos liegen und machen Sie sich so klein wie möglich. Dadurch ist die Kontaktfläche mit dem Wasser so klein wie möglich. Zwischen Kleidung und Haut kann sich vorübergehend eine dünne Isolierschicht aus erwärmtem Wasser bilden. Achselhöhlen und Leisten liegen geschützt, sodass die Unterkühlung langsamer fortschreitet. Ins Wasser zu geraten ist lebensbedrohlich. Im kalten niederländischen Wasser kühlen Verunglückte - auch im Sommer! - schnell aus.
  • Geraten Sie nicht in Panik und denken Sie positiv: Der Überlebenswille rettet Leben.
  • Die anderen Personen an Bord werfen alles, was schwimmt, ins Wasser und rufen 112 an. 
    • Behalten Sie den Verunglückten ständig im Blick.
    • Drücken Sie die Mann-über-Bord-Taste (MOB) am GPS, falls vorhanden, oder notieren Sie die Position.
    • Fahren Sie so schnell wie möglich auf sichere Weise zum Verunglückten zurück.
    • Werfen Sie der Person eine Rettungsweste zu.
    • Bringen Sie den Verunglückten an die windgeschützte Seite, auch Lee genannt, und stellen Sie mit einem Seil Kontakt her. Wenn der Verunglückte bei Bewusstsein ist, können Sie ihn zur Badeleiter führen. Ist der Verunglückte bewusstlos, ist dies der Zeitpunkt, den Rettungsdienst zu alarmieren.
    • Stellen Sie fest, ob Mund und Nase über Wasser sind. Falls nicht, holen Sie den Verunglückten sofort aus dem Wasser. Dies ist für das Überleben notwendig. Nur bei Unterkühlung muss der Verunglückte waagerecht aus dem Wasser gezogen werden. Andernfalls ist Schnelligkeit vorzuziehen. 
    • Üben Sie dies regelmäßig. Das Mann-über-Bord-Manöver bleibt unabhängig davon, ob das Wasser steht oder strömt, gleich.

2.4. Sicht vom Hauptsteuerstand

Der Fahrer hat vom Hauptsteuerstand aus unter normalen Betriebsbedingungen (Geschwindigkeit und Beladung) rundum eine gute Sicht. Vom Hauptsteuerstand aus können auch die Bilgenpumpe(n) und alle Motorüberwachungsinstrumente bedient werden.

  • Der Hauptsteuerstand befindet sich am Steuerrad oder an der Pinne. 
  • Die Sicht vom Hauptsteuerstand kann beim Fahren mit großem Trimmwinkel des Fahrzeugs oder durch andere Faktoren beeinträchtigt werden, verursacht durch:
    • (fehlerhafte) Beladung und Gewichtsverteilung
    • Geschwindigkeitsänderungen
    • Fahrbedingungen
    • Regen- und Bugwasser
    • Dämmerung und Nebel
    • Innenbeleuchtung
    • Position des Cabrioverdecks
    • Personen oder bewegliche Ausrüstung
  • Die internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen (COLREG) und gute Seemannschaft erfordern, dass jederzeit sorgfältig Ausguck gehalten wird, wobei die geltenden Ausweichregeln zu berücksichtigen sind. Vergewissere dich, dass sich keine anderen Schiffe auf deinem Kurs befinden, bevor du weiterfährst. Die Sicht vom Steuerstand kann insbesondere durch das aufgestellte Cabrioverdeck beeinträchtigt werden. In diesem Fall musst du im Stehen steuern, um wie in den internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen (COLREG) und den Schifffahrtsvorschriften vorgeschrieben eine gute Sicht nach vorn und nach hinten zu haben.

 

2.5. Bedienungsanleitung

Jede Schaluppe wird mit einer Bedienungsanleitung geliefert. Diese Anleitung enthält alle erforderlichen Informationen für eine sichere Nutzung des Produkts, insbesondere zur Aufstellung, Wartung, regelmäßigen Bedienung, Vermeidung von Risiken und zum Risikomanagement. Die Bedienungsanleitung des Eigentümers enthält daher keine ausführlichen Informationen darüber, wie man fährt, sondern vielmehr die für das Fahrzeug spezifischen Informationen. Als Grundlage enthält sie jedoch bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Informationen und Warnhinweise. Die Bedienungsanleitung ist in niederländischer Sprache verfasst. Wenn ein Deutscher in den Niederlanden direkt ein Boot kauft, ist die niederländische Version rechtlich ebenfalls ausreichend. 

3. ANFORDERUNGEN AN INTEGRITÄT UND STRUKTUR

3.1. Struktur

Die Auswahl und Kombination der Werkstoffe sowie die Konstruktion gewährleisten, dass das Fahrzeug in jeder Hinsicht ausreichend stabil ist. Besonderes Augenmerk wird auf die Auslegungskategorie gemäß Abschnitt 1 und die vom Hersteller empfohlene Höchstlast gemäß Punkt 3.6 gelegt. 

Der Konstrukteur legt verschiedene Konstruktionsberechnungen vor. Im technischen Dossier des Herstellers wird festgehalten, dass gemäß den Mindestanforderungen gebaut wurde. Neben den harmonisierten Normen können gegebenenfalls auch andere Konstruktionsnormen angewendet werden. Dies wird ebenfalls durch Berechnungen, Zeichnungen usw. belegt. Neben Berechnungen können auch praktische Prüfungen durchgeführt werden. Zum Beispiel eine Fallprüfung aus einer vorab festgelegten Höhe bei voller Beladung, um nachzuweisen, dass das Fahrzeug ausreichend stabil ist. Bei bestehenden Booten kann auch die Geschichte des Fahrzeugs von Bedeutung sein. Hat das Boot schwierige Bedingungen problemlos überstanden und liegt dafür ein Nachweis vor, kann dieser ebenfalls im technischen Dossier verwendet werden.

3.2. Stabilität und Freibord

Das Fahrzeug verfügt unter Berücksichtigung der Auslegungskategorie und der vom Hersteller empfohlenen Höchstlast gemäß Punkt 3.6 über Stabilität und Freibord.

Dies ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Richtlinie über Sportboote. Im technischen Dossier ist eine Stabilitätsberechnung oder ein Nachweis einer praktischen Prüfung vorhanden.

  • Benutzen Sie die vorgesehenen Sitzplätze. Die meisten Menschen fallen in Situationen über Bord, in denen sie nicht auf den vorgesehenen Sitzplätzen sitzen. 
  • Brechende Wellen stellen ein ernstes Stabilitätsproblem dar, das nicht unterschätzt werden darf.

Die Stabilität des Beibootes wird durch eine höhere Gewichtsbelastung verringert. 

Es ist wichtig, dass die Last im Beiboot gut verteilt wird. Das bedeutet, dass alle Personen auf den vorgesehenen Sitzplätzen sitzen müssen, damit das Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Dies gilt insbesondere für kleine Beiboote, da andernfalls die Manövrierfähigkeit beeinträchtigt wird. Vor dem Auslaufen müssen Sie das Beiboot lenzen, damit sich kein unnötiges Gewicht darin befindet.

  • Die Beladung darf die vom Hersteller empfohlene maximale Belastung nicht überschreiten. Eine Überschreitung der maximalen Belastung kann zum Sinken oder Ertrinken führen. 
  • Nehmen Sie ohne schriftliche Genehmigung des Bootsherstellers keine endgültigen strukturellen Änderungen vor, die die Stabilität und den Auftrieb des Bootes beeinträchtigen können. 

 

3.3. Auftrieb und Reserveauftrieb

Die Konstruktion des Fahrzeugs gewährleistet, dass der Auftrieb auf die Entwurfskategorie und die vom Hersteller empfohlene maximale Belastung gemäß Punkt 3.6 abgestimmt ist. 

Fahrzeuge mit einer Länge von weniger als sechs Metern, die bei bestimmungsgemäßer Verwendung entsprechend der Entwurfskategorie volllaufen können, sind mit einer geeigneten Auftriebsvorrichtung ausgestattet, die das Fahrzeug im vollgelaufenen Zustand über Wasser hält. Kleine Fahrzeuge bleiben auch im vollgelaufenen Zustand stabil im Wasser liegen, sodass eine Person wieder an Bord klettern und das Fahrzeug ausschöpfen kann.
Reserveauftrieb ist das Volumen des abgeschlossenen Raums, der sich oberhalb des Wassers befindet.

 

3.4. Öffnungen im Rumpf, Deck und in den Aufbauten

Öffnungen im Rumpf, Deck und in den Aufbauten dürfen in geschlossenem Zustand die strukturelle Integrität und die Wetterbeständigkeit des Fahrzeugs nicht beeinträchtigen. Rumpfdurchführungen, die dazu dienen, Wasser in den Rumpf hinein- oder aus ihm herausströmen zu lassen, und sich unterhalb der Wasserlinie befinden, die der vom Hersteller empfohlenen maximalen Belastung gemäß Punkt 3.6 entspricht, müssen mit leicht zugänglichen Absperrventilen versehen sein. Größere Fahrzeuge ohne eigenen Auftrieb müssen ausreichend wasserdicht ausgeführt sein, damit sie als Ganzes genügend Auftrieb erhalten. Abhängig von der Position der Fenster, Luken, Türen und Tore gelten bestimmte Anforderungen an die Wasserdichtheit. Im unteren Bereich des Rumpfes gilt beispielsweise eine Anforderung von 3 Metern Wassersäule, während bei der Heckwand einer Motoryacht die Widerstandsfähigkeit gegen einen starken Regenguss ausreichend ist.

 

3.5. Vollaufen

Alle Fahrzeuge sind so konstruiert, dass die Wahrscheinlichkeit des Sinkens so gering wie möglich ist. Dabei wurde gegebenenfalls besonderes Augenmerk auf Belüftungseinrichtungen und das Entfernen von Wasser durch Pumpen oder andere Mittel gelegt. Die erste Lenzmöglichkeit muss vom Hauptsteuerstand aus bedienbar sein. In den meisten Fällen sollte jedes Abteil eines Fahrzeugs über eine eigene Lenzmöglichkeit verfügen. Bei Fahrzeugen der Entwurfskategorien C, B und A gibt es in den meisten Fällen außerdem eine zweite Lenzmöglichkeit, die unabhängig von der ersten funktioniert.
Dabei handelt es sich um eine manuelle Bilgenpumpe, die für das Fahrzeug erhältlich ist.

  • Bei schlechtem Wetter müssen Luken, Absperrventile und Eingänge geschlossen sein, um das Risiko des Volllaufens zu verringern.
  • Begrenzen Sie das Bilgenwasser auf ein Minimum. Sorgen Sie für eine Bilgenpumpe mit einer Kapazität von 25 bis 40 Litern pro Minute (wichtig bei einem Leck). Dies kann eine (automatische) elektrische Pumpe oder eine Handbilgenpumpe sein (auch mit einer Kapazität von 50 Litern pro Minute erhältlich). Das Bilgenpumpensystem ist nicht dafür ausgelegt, Notfälle zu bewältigen. Die Gesamtkapazität des Systems reicht bei einer Störung nicht aus, um das Wasser aus dem Boot zu pumpen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Bilgenpumpe funktioniert. Stellen Sie sicher, dass keine der Einlassöffnungen durch Schmutz blockiert wird. Schmutz kann den Filter verstopfen und in die Bilgenpumpe eindringen, wodurch die Pumpe ausfällt. Wenn die Pumpe nicht ausreichend pumpt, klicken Sie die Pumpe aus der Halterung und entfernen Sie Verschmutzungen aus der Pumpe.
    Als Vorsichtsmaßnahme ist es wichtig, die Bilge sauber zu halten. Überprüfen Sie regelmäßig alle Klemmen und Schläuche auf Lecks. 
  • Am besten haben Sie mindestens einen Schöpfeimer an Bord.
  • Ein Fahrzeug kann kentern oder volllaufen, wenn Sie es am wenigsten erwarten. Sorgen Sie dafür, dass Sie, genau wie für einen Brand im Voraus einen Plan haben, was zu tun ist, wenn Ihr Fahrzeug vollläuft oder kentert. Versuchen Sie, den Motor abzustellen. Wenn andere Personen an Bord waren, versuchen Sie, sie zu finden, Vergewissern Sie sich dann, dass sie bei Bewusstsein sind und schwimmen können. Warnung: Bleiben Sie beim Fahrzeug und klettern Sie auf den Rumpf und versuchen Sie, Hilfe zu bekommen. Versuchen Sie nicht, zum Ufer zu schwimmen. Dies dient Ihrer eigenen Sicherheit.
  • Auch im Hafen kann das Boot beispielsweise durch Regenwasser in Verbindung mit einer nicht vollständig schließenden Abdeckung vollaufen und sinken. Bringen Sie einen Wasserwarner an, der auf Ihrem Telefon einen Wasseralarm auslösen kann. 

3.6. Vom Hersteller empfohlene maximale Zuladung

Die vom Hersteller empfohlene maximale Zuladung (Kraftstoff, verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Personen (in Kilogramm)), für die das Fahrzeug ausgelegt ist, wird je nach Entwurfskategorie (Abschnitt 1), Stabilität und Freibord (Punkt 3.2) sowie Auftrieb und Reserveauftrieb (Punkt 3.3) festgelegt. 
Auf der Konformitätserklärung und dem Hersteller-Typenschild ist die maximale Belastung angegeben. Überschreiten Sie nicht die empfohlene maximale Personenzahl. Dabei ist mindestens das Gewicht von Erwachsenen mit einem Durchschnittsgewicht von 75 Kilogramm zu berücksichtigen. Wenn Kinder zur Besatzung gehören, darf die maximale Personenzahl überschritten werden, sofern das Gewicht jedes Kindes die Grenze von (durchschnittlich) 37,5 Kilogramm nicht überschreitet. Das bedeutet, dass zwei Kinder mit jeweils 37,5 Kilogramm als eine Person mit 75 Kilogramm gelten können. 
Unabhängig von der Anzahl der Personen an Bord darf das Gesamtgewicht niemals die maximal empfohlene Zuladung überschreiten.

Wenn Sie die Grenzen des Bootes überschreiten, kann es sinken oder schwere Verletzungen verursachen.

Beladen Sie das Boot stets vorsichtig und verteilen Sie die Ladung gleichmäßig. Wenn schwere Lasten zu hoch gestapelt werden oder sich der Schwerpunkt des Bootes verändert, nimmt die Stabilität des Bootes ab. 

Verwenden Sie immer die Sitzplätze.


3.7. Stauräume für Rettungsflöße

Alle Sportboote der Konstruktionskategorien A und B sowie Sportboote der Konstruktionskategorien C und D mit einer Länge von mehr als sechs Metern verfügen über einen oder mehrere Stauräume für ein oder mehrere Rettungsflöße, die groß genug für die vom Hersteller für das Sportboot empfohlene Personenzahl sind. Der bzw. die Stauraum bzw. Stauräume müssen jederzeit leicht zugänglich sein. 
Hierfür ist eine Rettungsfloßhalterung erhältlich, die auf dem Achterdeck oder an einer Seitenreling montiert werden kann. 

3.8. Fluchtweg

Alle bewohnbaren Mehrrumpf-Sportboote verfügen über Fluchtwege, die im Falle einer Kenterung benutzt werden können.

3.9. Ankern, Festmachen und Schleppen

Alle Fahrzeuge sind mit einem oder mehreren verstärkten Punkten oder anderen Vorrichtungen ausgestattet, um die beim Ankern, Festmachen und Schleppen auftretenden Kräfte sicher aufzunehmen.

  • Die verstärkten Befestigungspunkte können verwendet werden für Schleppen, Beleuchten, Ankern und Festmachen.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Verwendung verstärkter Befestigungspunkte.
  • Schleppen Sie immer mit niedriger Geschwindigkeit.
  • Die Schleppleine muss immer mit einem Schnellspannknoten befestigt werden, damit sie auch unter hoher Spannung gelöst werden kann.
  • Verwenden Sie hochwertiges doppelt geflochtenes Nylonseil und ausreichend Fender, um das um das Fahrzeug vor Beschädigungen zu schützen. Verwenden Sie ausschließlich die Klampen, den Bugöse und die Ösen am am Heck verwendet werden, um das Fahrzeug zu sichern. Warnung: Verwenden Sie hierfür NICHT die Handreling oder der Windschutz. Die Handreling auf dem Vorschiff darf ausschließlich zum Festmachen einer „Jackleine“ in einem Notfall.
  • Festmacherleinen mit ausreichender Festigkeit sind beim Boot erhältlich. 
  • Belegen einer Festmacherleine an einer Klampe: Diesen Knoten verwenden Sie häufig, um Leinen an Klampen und Pollern zu belegen oder um Ihre Leinen um etwas anderes an Bord oder an Land zu wickeln - Sie werden sich also schnell daran gewöhnen. Beginnen Sie, indem Sie die Leine um die Mitte der Klampe wickeln, zunächst unter dem weiter entfernten Ende hindurch und anschließend unter dem Ende hindurch, das Ihnen am nächsten ist, sodass eine Schlaufe um die Klampe entsteht. Führen Sie die Leine nun diagonal über die Klampe, biegen Sie sie unter dem weiter entfernten Ende der Klampe hindurch und zurück über die Oberseite in Richtung des näheren Endes. Machen Sie nun an der näheren Seite fast dasselbe: Führen Sie die Leine unter dem Ende hindurch und weiter um die Klampe herum, sodass eine Acht entsteht. Führen Sie nun das lose Ende Ihrer Leine von unten durch die soeben entstandene Schlaufe und ziehen Sie es fest.

 

  • Sollte der Motor ausfallen, werfen Sie den Anker so schnell wie möglich aus. Üben Sie dies in einem ruhigen Moment. „Eine geeignete Ankerleine besteht aus geflochtenem Polyester und einer 1 Zentimeter langen Edelstahlkausch. Diese Leine sinkt, ist abriebfest und hat ausreichend Dehnung, um die beim Ankern beispielsweise durch Wellen entstehenden Kräfte zu absorbieren. 
    Verwenden Sie als Ankerleine ungefähr die dreifache Wassertiefe (bei wenig Wind weniger und bei viel Wind mehr). Das Veluwemeer ist 3 Meter tief. Für die Benelux-Länder reichen in den meisten Fällen 15 Meter Ankerleine aus.

Bei einem Beiboot bis 6 Meter ist ein 4 Kilogramm schwerer Anker geeignet, bei 4 bis 6,5 Metern ein 6 Kilogramm schwerer Anker und bei 6,5 bis 7,5 Metern ein 8 Kilogramm schwerer Anker. Ein Schirmanker nimmt wenig Platz ein und setzt sich dank seiner hohlen Flunken in den meisten Bodenarten gut fest.
Ankern bedeutet nicht nur, einen Anker über Bord zu werfen. Sie müssen mit dem Bug in den Wind liegen. Werfen Sie den Anker aus und fahren Sie langsam rückwärts. Lassen Sie ungefähr die dreifache Wassertiefe an Ankerleine aus und belegen Sie dann die Ankerleine. Fahren Sie noch ein wenig rückwärts, um zu prüfen, ob der Anker gut fasst … und geben Sie ihm die Möglichkeit, sich einzugraben.

4. Steuereigenschaften

Der Hersteller stellt sicher, dass die Steuereigenschaften des Wasserfahrzeugs bei Verwendung des leistungsstärksten Antriebsmotors, für den das Wasserfahrzeug ausgelegt und gebaut wurde, zufriedenstellend sind. Für alle Antriebsmotoren ist die maximale Nennleistung auf der Konformitätserklärung und dem Typenschild des Herstellers angegeben.

  • Um eine optimale Leistung eines schnellen Beiboots zu erreichen, können Sie den Trimmwinkel des Antriebs verändern.
  • Um das Beiboot sicher zu manövrieren, müssen Sie die Verkehrsregeln für Wasserfahrzeuge kennen. Diese müssen Sie ebenso wie die Verkehrsregeln an Land einhalten. 
  • Rückwärtsfahren: Beim Rückwärtsfahren wird das Beiboot in die Drehrichtung des Propellers gezogen. Daher ist es wichtig zu wissen, in welche Richtung sich der Propeller beim Rückwärtsfahren dreht. Wenn Sie beim Vorwärtsfahren einen linksdrehenden Propeller haben, dreht er sich beim Rückwärtsfahren rechtsdrehend. Das Beiboot wird sich bei diesem Manöver nach rechts drehen. Wenn Sie beim Vorwärtsfahren einen rechtsdrehenden Propeller haben, dreht er sich beim Rückwärtsfahren linksdrehend. Das Beiboot wird sich bei diesem Manöver nach links drehen.
  • Wenden des Beiboots: Üben Sie den Wendekreis mehrmals in einer sicheren Umgebung. Dadurch werden Sie in unerwarteten Situationen nicht überrascht.
  • Kurven mit hoher Geschwindigkeit zu durchfahren, ist riskant.

 

  • In den meisten Yachthäfen legen wir aufgrund der hohen Auslastung und der Gestaltung der Stege mit dem Bug an. Mit Außenbordmotoren können wir sowohl vorwärts als auch rückwärts steuern, daher liegt die Wahl beim Schiffsführer. Vergessen wir nicht die Wetterbedingungen: Wind und Wasserströmung können jedes Manöver erschweren oder erleichtern. Versuchen Sie, sich beim Annähern an den Kai mit der kleinstmöglichen Fläche des Bootes dem Wind auszusetzen. In Flusshäfen legen wir längsseits an; das entscheidet der Schiffsführer, aber denken Sie daran, dass es gegen den Wind und/oder die Strömung wesentlich einfacher ist. Alle Manöver im Hafen und an Schleusen müssen im Voraus geplant werden (erstellen Sie immer einen Plan B) und mit der Besatzung besprochen werden (jeder muss wissen, was zu tun ist). Wir laufen mit möglichst geringer Geschwindigkeit in den Hafen ein. Auf keinen Fall springen wir, bevor jemand das Seil von uns übernimmt. Wir bremsen nicht mit dem Bein, dem Bootshaken oder irgendeinem anderen Körperteil (immer mit dem Motor). Beim Verlassen des Hafens machen wir dasselbe und stellen sicher, dass wir genügend Vorräte für die Fahrt haben.
  • Hängen Sie außerdem Fender über Bord, bevor Sie in den Hafen einlaufen. Wir bremsen das Boot mit dem Motor ab - niemals mit dem Fuß, dem Bootshaken oder den Händen. Springen Sie nicht aus großer Entfernung an Land. Die Bordwand und das Deck des Bootes sind meist nass und bieten keinen guten Halt. Die Aufgabe des Steuermanns besteht darin, sich dem Kai so zu nähern, dass die für den Liegeplatz zuständige Person sicher an Land gelangen kann. Drücken Sie sich im Notfall nicht mit den Händen von den benachbarten Yachten ab. Falls Sie dies tun müssen, verwenden Sie einen Enterhaken oder Fender und seien Sie nicht zu vorsichtig - es ist besser, den Fender zu zerbrechen als ein Gliedmaß.
  • Anlegen: Es ist ratsam, das Anlegen vorher in einer sicheren Umgebung zu üben. Denken Sie daran, dass zu hohe Geschwindigkeit lediglich Schäden verursacht und keinerlei Zeitersparnis bringt.
  • Bug- und Heckwellen: Beachten Sie, dass Bug- und Heckwellen bei zu hoher Geschwindigkeit in engen Fahrwassern und dicht am Ufer das Ufer oder die Uferbefestigung beschädigen können. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an, um unnötige Schäden zu vermeiden. Halten Sie außerdem die im Fahrwasser geltende Höchstgeschwindigkeit ein.
  • Wenn Ihr Motor über eine Trimmfunktion verfügt, können Sie dafür sorgen, dass der Bug beim schnellen Fahren die richtige Höhe erreicht. Dadurch kommen Sie schneller ins Gleiten und verbrauchen weniger Kraftstoff. Bei Wellengang sorgt dies dafür, dass sich Ihr Boot angenehmer steuern lässt und leichter durch die Wellen bewegt. Sie können 10 bis 15 Prozent schneller und deutlich komfortabler fahren, denn ein gut getrimmtes Boot liegt stabiler auf dem Wasser. Beginnen Sie immer mit dem Motor in der niedrigstmöglichen Position, dann lässt sich das Boot am angenehmsten steuern. Sobald Sie Geschwindigkeit aufnehmen, spüren Sie, dass sich der Bug etwas zu heben beginnt. Irgendwann wird das Heck angehoben; das ist der richtige Zeitpunkt zum Trimmen. Das bedeutet in diesem Fall, dass Sie den Außenbordmotor etwas anheben; dadurch senken Sie den Bug ein kleines Stück ab, sodass er leichter über die nächste Welle kommt. Es geht darum, das richtige Gleichgewicht zwischen dem Anheben und dem Vermeiden eines zu starken Anhebens zu finden. Wenn Sie zu weit nach oben trimmen, kommt der Propeller zu nahe an die Wasseroberfläche, saugt Luft an und Sie verlieren Ihren Antrieb. Wenn Sie eine Kurve fahren möchten, trimmen Sie etwas weiter nach unten, damit der Propeller dort vollständig unter Wasser bleibt. Sobald Sie aus der Kurve kommen, trimmen Sie wieder etwas nach außen und heben den Motor an, um erneut die optimale Position zu finden.

5. MONTAGEVORSCHRIFTEN

5.1. Motoren und Motorräume

5.1.1. Innenbordmotor

Alle Innenbordmotoren werden in einem geschlossenen und vom Aufenthaltsbereich getrennten Abteil untergebracht und so montiert, dass die Gefahr eines Brandes oder einer Brandausbreitung sowie die Gefahren durch giftigen Rauch, Hitze, Lärm oder Vibrationen im Aufenthaltsbereich auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Teile und Zubehör des Motors, die häufig kontrolliert und/oder gewartet werden, sind leicht zugänglich. Die Isoliermaterialien im Motorraum brennen nicht schnell.

Bei Kraftstoffmotoren sind alle elektrischen Komponenten im Motorraum explosionsgeschützt ausgeführt.

 

5.1.2. Belüftung

Der Motorraum ist belüftet. Das Eindringen von Wasser in den Motorraum durch Öffnungen wird so weit wie möglich begrenzt. Bei Benzinmotoren in einem Motorraum oder einer geschlossenen Mulde sowie in Räumen, in denen ein Benzintank untergebracht ist, wird die harmonisierte Norm eingehalten.
Bevor Sie elektrische Geräte oder den Motor einschalten, überprüfen Sie immer, ob sich keine Dämpfe im Motor- und Bilgenbereich befinden. Wenn Sie Kraftstoff riechen, schalten Sie keine elektrischen Geräte oder den Motor ein. Die Ursache muss sofort untersucht werden. 

Falls vorhanden, lassen Sie das Bilgengebläse mindestens 4 Minuten laufen, bevor Sie den Motor starten. Dies garantiert nicht, dass explosive Dämpfe entfernt wurden.

 

5.1.3. Nicht geschlossene Bereiche

Bewegliche oder heiße Teile des Motors, die Verletzungen verursachen können, müssen wirksam abgeschirmt sein, sofern sich der Motor nicht unter einer Abdeckung oder innerhalb seines eigenen Gehäuses befindet.

5.1.4. Starten von Außenbord-Antriebsmotoren

Jeder Außenbord-Antriebsmotor verfügt über eine Vorrichtung, die das Starten des Motors verhindert, wenn ein Gang eingelegt ist.

 

Starten

  • Kippen Sie den Motor ins Wasser. 
  • Verbrennungsmotor: Überprüfen Sie den Kraftstoffstand und öffnen Sie den Entlüftungsknopf des Kraftstofftanks durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn (eine Vierteldrehung, bis Sie Luft strömen hören). Wenn Sie ihn zu weit öffnen, kann der Motor beim Leerlaufen des Tanks zu viel Sauerstoff ansaugen. Füllen Sie keinen Kraftstoff bei laufendem Motor nach. 
  • Verbrennungsmotor: Drücken Sie so lange auf den Kraftstoffball, bis er fest wird.
  • Befestigen Sie die Notausschaltleine. Verwenden Sie diese immer, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten, da das Beiboot sonst weiterfährt und beispielsweise einen Schwimmer überfahren kann..
  • Verbrennungsmotor: Überprüfen Sie, ob der Gashebel in Neutralstellung steht. Wenn Sie den Schlüssel vollständig im Uhrzeigersinn drehen, wird der Anlasser eingeschaltet. Lassen Sie den Schlüssel los, sobald der Motor läuft und der Schalter in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Bei einem Elektrostart versuchen Sie höchstens 5 Sekunden lang zu starten und warten Sie anschließend 10 Sekunden. Das Starten erfordert viel Leistung von der Batterie. Sie können den Motor gegebenenfalls, zum Beispiel bei leerer Batterie, mit dem Starterseil starten. Ziehen Sie langsam, bis Sie einen Widerstand spüren, und ziehen Sie anschließend kräftig (erst danach). Wiederholen Sie dies, bis der Motor startet. Wenn der Motor noch nicht startet, überprüfen Sie, ob der Zündkerzenstecker fest sitzt und die Sicherung nicht durchgebrannt ist.
  • Verbrennungsmotor: Überprüfen Sie immer, ob ein Wasserstrahl aus dem Motor austritt (andernfalls funktioniert die Kühlung nicht
  • Überprüfen Sie den Propeller; dies sollte so oft wie möglich erfolgen, insbesondere in stark bewachsenen Gewässern.
  • Verbrennungsmotor: Lassen Sie den Motor 2 bis 3 Minuten laufen, damit er Betriebstemperatur erreicht.

Wenn die Motordrehzahl schwankt oder der Verbrennungsmotor während der Fahrt ausgeht.

Gehen Sie dann die folgenden Punkte durch:

  • Ist der Entlüftungsknopf des Kraftstofftanks um eine Vierteldrehung geöffnet?
  • !Der wichtigste Verursacher von Problemen ist der Kraftstoff.
    Bei altem Kraftstoff (älter als 4(!) Wochen) entsteht eine trübe Substanz, die sich in Tanks, Kraftstoffleitungen, Vergasern und Einspritzdüsen absetzt. Dadurch können sich Ablagerungen im Brennraum bilden, die sich immer weiter ansammeln." Nach der Winterlagerung oder einer langen Nach dem Stillstand können folgende Beschwerden auftreten „Der Motor startet nicht mehr (problemlos).“  „Ich rieche Benzin, sehe aber nirgendwo eine Undichtigkeit.“ „Der Motor läuft schlecht.“
    Für Probleme mit gealtertem Kraftstoff wird keine Garantie übernommen.

    Tanken Sie kein E10/Euro 95. Tanken Sie einen Premiumkraftstoff wie Shell V-Power, BP Ultimate oder Esso Synergy Supreme, der weniger Bioethanol enthält, oder andernfalls normales Euro 98/E5. Tanken Sie vorzugsweise an einer Tankstelle an der Autobahn; dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kraftstoff bereits gealtert ist, viel geringer. Die Premiumkraftstoffe haben außerdem eine reinigende Wirkung.
    Fügen Sie immer einen Kraftstoffstabilisator (wie Lindemann Fuel System Cleaner) hinzu (und fahren Sie einige Kilometer, damit der Kraftstoffstabilisator auch in den Motor gelangt). Ein Kraftstoffstabilisator verlangsamt die Alterung des Benzins, kann die Wirkung von zu viel Luft im Tank jedoch nicht vollständig ausgleichen. Daher empfehlen die Hersteller, den Tank vollständig zu füllen. Eine noch bessere Option ist Excomaxx-Kraftstoff, der jahrelang haltbar ist und deutlich weniger Schadstoffe und Geruch verursacht. Oder verwenden Sie ihn kurz vor der Wintereinlagerung.

  • Reinigen Sie den Motor mit einem Kraftstoffzusatz wie Lindeman Fuel System Cleaner, Evinrude/Johnson Fuel System Cleaner oder Quicksilver Quickleen.
  • Ersetzen Sie den Kraftstofffilter, wenn er verstopft ist (siehe Bedienungsanleitung des Motors)
    - Überprüfen Sie, ob die Kraftstoffleitung nicht geknickt oder abgedrückt ist und richtig angeschlossen ist 
    - Laden Sie die Batterie auf, wenn sie leer ist (verwenden Sie einen Batterietester); Sie können den Motor mit dem Starterseil starten
  • Befestigen Sie die Batteriepole, wenn sie locker sitzen
  • Befestigen Sie den Zündkerzenstecker, wenn er locker sitzt 
  • Entfernen Sie die Zündkerze und reinigen Sie sie. Mit dem mit dem Motor gelieferten Werkzeugset können Sie die Zündkerze entfernen und einsetzen.
  • Wenn die Sicherung defekt ist, wird die Batterie vom Motor nicht aufgeladen. Im Motor finden Sie eine Ersatzsicherung. Siehe die Bedienungsanleitung des Motors. 
  • Starten Sie den Motor genau wie im Abschnitt „Motor starten“ beschrieben
  • Wenn Sie einen Warnton hören, überprüfen Sie die Anzeigen und stellen Sie den Motor ab. Der Alarm warnt vor einer Überhitzung des Motors und/oder zu wenig Öl. 

Nach dem Fahren

  • Schalten Sie den Motor in den Leerlauf
  • Schalten Sie den Motor aus
  • Ziehen Sie den Zündschlüssel ab und entfernen Sie die Notstoppleine
  • Deaktivieren Sie den Hauptschalter 
  • Kippen Sie den Motor aus dem Wasser (bei einer Motorwanne ist das nicht immer möglich). So verhindern Sie, dass Schnecken und andere Ablagerungen die Kühlkanäle verstopfen.
  • Benzinmotor: Schrauben Sie die Entlüftung der Kraftstofftanks zu (wegen explosiver Kraftstoffdämpfe).

 

Pech: Sie sehen jemanden mit einer Panne auf dem Wasser? Fahren Sie nicht einfach weiter und helfen Sie einander. Wenn Sie auf dem Wasser eine Panne haben und keine anderen Boote in der Nähe sind: wissen Sie, in welchem Fahrgebiet Sie unterwegs sind. Schauen Sie sich um und achten Sie auf nummerierte Bojen, damit andere Sie orten können. Stellen Sie sicher, dass Ihr Telefon aufgeladen ist, wenn Sie kein Funkgerät haben, und rufen Sie mit diesen Informationen die nächstgelegene Verkehrszentrale an. Befinden Sie sich im Einsatzgebiet des Rettungsdienstes KNRM? Dann können Sie die KNRM-hilft-App auf Ihrem Telefon nutzen. 

Aufmerksamkeit erregen: Rufen und Winken reicht auf größeren Gewässern manchmal nicht aus. Sie können beispielsweise Aufmerksamkeit erregen, indem Sie eine schwarze Ankerkugel gut sichtbar anbringen. Manchmal wird anstelle einer Ankerkugel ein schwarzer Eimer verwendet. Natürlich können Sie auch mit einer auffälligen Flagge winken, mit einem Signalhorn hupen oder im äußersten Notfall eine Seenotrakete abschießen. Warten Sie mindestens 15 Minuten, bevor Sie eine weitere Rakete abschießen. 


Pannenhilfe 

Über ANWB, VaarZeker oder Botenwacht (erstes Jahr kostenlos) können Sie sich für Pannenhilfe anmelden. Univé bietet Pannenhilfe auch zusammen mit der Bootsversicherung an; diese kostet ebenfalls 5 Euro pro Monat. Nutzen Sie dies unbedingt, denn die meisten Vorfälle ereignen sich gerade im ersten Jahr. Laden Sie außerdem die App der Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij (KNRM) herunter. Sie helfen auch in nicht dringenden Situationen, unter anderem mit Schlepphilfe bei Motorausfall oder wenn man auf einer Untiefe festsitzt. 

  

5.1.5. Unbemannte Wassermotorräder

Wassermotorräder verfügen über eine Einrichtung, die den Antriebsmotor automatisch abschaltet oder das Wassermotorrad automatisch mit begrenzter Geschwindigkeit im Kreis vorwärts fahren lässt, wenn der Fahrer absteigt oder ins Wasser fällt.

5.1.6. Außenbordmotoren mit Pinne müssen mit einer Notausschalteinrichtung ausgestattet sein, die mit dem Bootsführer verbunden werden kann.

Diese Einrichtung ist grundsätzlich bei Außenbordmotoren vorhanden, die heute auf den Markt kommen. 

5.2. Kraftstoffsystem

5.2.1. Allgemeines

Die Einrichtungen und Anlagen zum Befüllen, Lagern, Entlüften und Zuführen von Kraftstoff sind so konstruiert und angebracht, dass die Brand- und Explosionsgefahr auf ein Mindestmaß reduziert wird.

Komponenten innerhalb des Kraftstoffsystems im Motorraum sind feuerfest und kraftstoffbeständig ausgeführt. Feuerfest bedeutet, dass sie einen fünfminütigen Brandtest gemäß ISO 7840 bestehen. Kraftstoffschläuche mit einer ISO-7840-Kennzeichnung erfüllen diese Anforderung. 

Lassen Sie den Kraftstoffschlauch regelmäßig überprüfen.

 

5.2.2. Kraftstofftanks

Die Kraftstofftanks, -leitungen und -schläuche sind befestigt und werden von jeder Quelle, die viel Wärme erzeugt, getrennt oder vor ihr geschützt. Das Material, aus dem die Tanks bestehen, und ihre Konstruktion sind auf ihr Fassungsvermögen und die Kraftstoffart abgestimmt.

Alle Räume, in denen sich Benzintanks befinden, werden belüftet.

Benzintanks sind nicht Teil des Rumpfes, vor dem Feuer jedes Motors und allen anderen Zündquellen geschützt und vom Wohnbereich getrennt.
Je nach Motor haben Sie in der Regel einen 12-, 25- oder 50-Liter-Kraftstofftank oder einen fest eingebauten Tank. Dieser ist an einer Tankstelle für Boote oder Autos mit Benzin zu befüllen. Weitere Informationen zum Kraftstoff finden Sie an anderer Stelle in der Anleitung.

 

5.3. Elektrisches System

Das elektrische System ist so konzipiert und installiert, dass eine ordnungsgemäße Bedienung des Wasserfahrzeugs unter normalen Betriebsbedingungen gewährleistet ist und die Brand- und Stromschlaggefahr auf ein Mindestmaß reduziert wird.

Die elektrischen Stromkreise sind durch Sicherungen und Leitungsschutzschalter gegen Überlastung geschützt. Bei Überlastung oder Kurzschluss brennt die Sicherung durch oder der Leitungsschutzschalter schaltet ab. Wenn der Stromkreis unter normalen Betriebsbedingungen ständig überlastet wird, lassen Sie ihn sofort von einem Techniker überprüfen. Alle Stromkreise mit Ausnahme der batteriebetriebenen Stromkreise zum Starten des Motors bleiben bei einer Überlastung sicher.

Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung, um die Ansammlung möglicherweise von den Batterien erzeugter explosiver Gase zu verhindern. Die Batterien sind sicher befestigt und vor eindringendem Wasser geschützt.

 

  • Lassen Sie elektrische oder Kraftstoffsysteme nicht von unqualifizierten Personen verändern.
  • Arbeiten Sie nicht an der elektrischen Anlage, wenn diese in Betrieb ist. 
  • Ändern Sie nicht die Nennstromstärke des ÜberlaÜberlastungsschutz(en).
  • Verwenden Sie nur Geräte und Komponenten, die die Stromstärke des Stromkreises nicht überschreiten.
  • Schalten Sie beim Verlassen des Bootes alle elektrischen Systeme mit dem Hauptschalter aus, sofern vorhanden.
  • Wenn elektrische Komponenten im Boot nicht funktionieren, kann eine Sicherung durchgebrannt sein. Überprüfen Sie die betreffenden Sicherungen, bevor Sie elektrische Komponenten austauschen. Häufig wird eine fliegende Sicherung verwendet, die sich an einem Kabel in einem schwarzen Sicherungshalter befindet. Entfernen Sie den Deckel des Sicherungshalters. Drücken Sie eine neue Sicherung in die Klammer. Überprüfen Sie die Sicherung. Durchgebrannte Sicherungen haben einen unterbrochenen Draht in der Sicherung. Ersetzen Sie eine Sicherung immer durch eine Sicherung mit derselben Stromstärke. Ziehen Sie die durchgebrannte Sicherung mit dem Finger aus der Klammer. Die Stromstärke ist auf der Sicherung angegeben. Die Verwendung einer Sicherung mit höherer Stromstärke kann zu schweren Schäden an den Kabeln und zu einem Brand führen. 

 

5.4. Steuersystem

5.4.1. Allgemeines

Das Steuer- und Antriebssystem ist so konzipiert, gebaut und montiert, dass es die Steuerkräfte unter vorhersehbaren Betriebsbedingungen übertragen kann. Verschiedene Teile des Steuersystems sind mit einer CE-Kennzeichnung versehen. 

Das Steuersystem überträgt die Drehung des Steuerrads auf eine Bewegung des Steuerkabels. Das Kabel drückt oder zieht am Steuerarm, der den Außenbordmotor bewegt.

Alle Steuerungssysteme müssen regelmäßig gewartet werden, um einen störungsfreien und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Überprüfe die Funktion der Ruder und inspiziere vor der Nutzung des Boots alle losen oder fehlenden Zubehörteile visuell. Wenn du vermutest, dass das Steuerungssystem beschädigt ist, wende dich an einen Mechaniker. Benutze das Boot nicht, wenn der Verdacht besteht, dass das Steuersystem nicht funktioniert.
Die Bootssteuerung ist nicht selbstzentrierend. Halte das Steuer stets fest, um die Richtung zu kontrollieren. Wenn dein Boot mit einer hydraulischen Steuerung ausgestattet ist: Das Hydrauliksystem verfügt über eine direkt am Steuer montierte Pumpe mit zwei Leitungen, die von der Pumpe zum Hydraulikzylinder führen. Wenn das Rad bewegt wird, bewegt es einen mit dem Steuerarm verbundenen Hydraulikzylinder. Der Behälter, separat oder in die Pumpe integriert, enthält zusätzliche Hydraulikflüssigkeit, um das Eindringen von Luft in das System zu verhindern. Halte den Hydraulikflüssigkeitsstand mit der richtigen Flüssigkeit auf dem erforderlichen Niveau.

 

5.4.2. Notvorrichtungen

Jedes Segel-Freizeitfahrzeug und jedes mit einem Antriebsmotor ausgestattete Freizeitfahrzeug ohne Segel, dessen Ruder ferngesteuert wird, ist mit einer Notvorrichtung ausgestattet, mit der das Freizeitfahrzeug bei begrenzter Geschwindigkeit gesteuert werden kann. Die Notvorrichtung besteht aus einer verfügbaren Pinne mit Paddel.

5.5. Gasanlage

Haushaltsgasanlagen mit Dampfableitung sind so konzipiert und installiert, dass Gaslecks und Explosionsgefahr vermieden werden. Außerdem können sie auf Gaslecks geprüft werden.

5.6. Brandschutz

5.6.1. Allgemeines

Bei der Ausrüstung und der Anordnung des Fahrzeugs wird das Brandrisiko und die mögliche Brandausbreitung berücksichtigt. Besonderes Augenmerk gilt dem Bereich um Geräte mit offener Flamme, heiße Bereiche oder Motoren und Hilfsgeräte, Öl- und Kraftstoffüberlaufrohre, ungeschützte Öl- und Kraftstoffleitungen sowie der Führung elektrischer Leitungen; insbesondere Wärmequellen und heiße Bereiche müssen vermieden werden.

  • Im Falle eines Brandes an Bord musst du in erster Linie die Personen auf deinem Schiff warnen. und verteile die Rettungsmittel rechtzeitig, auch wenn die Situation unter Kontrolle zu sein scheint. Sorge dafür, dass dass niemand in Panik gerät und du so lange wie möglich an Bord bleibst. Suche den Brandherd und lösche ihn mit der vorhandenen Feuerlöscher. Bbei einem Brand das Schiff so drehen, dass Flammen und Rauch nicht über das Boot treiben. Achtung: Lösche auch immer mit dem Wind und niemals gegen den Wind. Stelle immer den Motor ab und schließe die Kraftstoffzufuhr zum Motor.
  • Benzindämpfe sind äußerst explosiv, wenn sie mit offenem Feuer oder Funken in Kontakt kommen, und können Menschen in ihrer Umgebung verletzen oder töten.
  • Die unsachgemäße Verwendung elektrischer Systeme führt zu Brand, Explosion oder Stromschlag und kann Tod oder schwere Verletzungen zur Folge haben. Führe keine Arbeiten durch, während das System eingeschaltet ist, und bewege dich nicht im Boot, während es Landstrom bezieht. Sei beim Anschließen oder Trennen des Landstroms vorsichtig.
  • Stelle den Motor ab, bevor du tankst.
  • Rauche nicht bei Arbeiten mit Kraftstoff und vermeide Funken,
  • Beseitige nach dem Tanken verschüttetes Benzin immer zuerst, bevor du den Motor startest. Besonders an warmen Tagen verdunstet verschüttetes Benzin schnell. Dadurch entsteht eine brennbare Gaswolke, die sich leicht entzündet.
  • Gieße verschüttetes Öl oder verschütteten Kraftstoff nicht in die Bilge. Bewahre keine verschmutzten Tücher mit Kraftstoffrückständen an Bord auf.
  • Rauche nicht und erlaube in der Nähe des Kraftstofftanks oder Motors kein offenes Feuer und keine Funken. Lass keine Kleidung auf dem Motor trocknen.
  • Denke daran, die Kraftstofftanks nicht zu voll zu füllen. Berücksichtige die Ausdehnung des Kraftstoffs durch Wärme.

5.6.2. Feuerlöschgeräte

Sportboote werden mit auf die Brandgefahr abgestimmten Feuerlöschgeräten oder mit Hinweisen zur Anordnung und Kapazität von auf die Brandgefahr abgestimmten Feuerlöschgeräten geliefert. Falls tragbare Feuerlöscher vorhanden sind, müssen sie leicht zugänglich sein, und einer muss so angebracht sein, dass er vom Hauptsteuerstand des Sportboots aus leicht erreichbar ist.

  • Tragbare Feuerlöscher sind beim Fahrzeug erhältlich. 
  • Ein Feuerlöscher muss mindestens eine Kapazität von 2 Kilogramm haben (ein Pulverlöscher mit 4 Kilogramm ist eine gute Option und passt normalerweise in den Motorraum). Ein Pulverlöscher ist frostsicher und hat eine hohe Löschleistung. Ein Pulverlöscher eignet sich für nahezu alle Brandarten (Klasse A: feste Stoffe, Klasse B: Flüssigkeiten, Klasse C: Gase, Klasse D: Metalle). Ein Pulverlöscher kann Folgeschäden verursachen, aber bei einem Brand ist das meist nebensächlich. 
  • Bewahre den Feuerlöscher nicht beim Kraftstofftank auf. Kennzeichne den Aufbewahrungsort des Feuerlöschers mit einem Aufkleber mit Piktogramm.
  • Ein Pulverlöscher ist sehr einfach zu bedienen. Der Löscher verfügt über einen Sicherungsstift, den du entfernen musst. Der Sicherungsstift ist natürlich vorhanden, um zu verhindern, dass der Pulverlöscher versehentlich benutzt wird. Anschließend drückst du einen Knopf und betätigst den Verschluss, um zu löschen.
  • Feuerlöscher, die Sie ausschließlich privat verwenden, unterliegen keiner Wartungspflicht. Bei diesen Feuerlöschern können Sie den Zustand am besten selbst im Auge behalten, indem Sie regelmäßig das Manometer (Druckmessgerät) am Feuerlöscher kontrollieren. Solange der Zeiger im grünen Bereich steht, hat Ihr Feuerlöscher ausreichend Druck, um vollständig entleert werden zu können. Kontrollieren Sie Ihren Feuerlöscher auch auf äußere Schäden am Behälter.
    Halten Sie einen Eimer an einer Leine griffbereit, dann können Sie auch mit Wasser löschen. 
  • Wenn trotzdem ein Brand entsteht, gehen Sie wie folgt vor:
    • Bringen Sie sich und andere in Sicherheit.
    • Entfernen Sie Gasflaschen, sofern dies (noch) möglich ist, aus der unmittelbaren Umgebung des Feuers.
    • Rufen Sie 1-1-2 an.
    • Auf dem Wasser und in einer Notsituation? Setzen Sie den Notruf über das Funkgerät auf dem betreffenden (Block-)Kanal mit den Worten „Mayday, Mayday, Mayday“ ab und/oder melden Sie den Notfall über die KNRM-Helpt-App, telefonisch über 112 oder über eine Notfunkbake wie einen Personal Locator Beacon.
    • Melden Sie den Brand beim Hafenbüro oder Hafenmeister.
    • Versuchen Sie nur dann, den Brand selbst zu löschen, wenn Sie sicher sind, dass Sie das Boot ohne Mühe und Gefahr verlassen können. 
    • Kühlen Sie Verbrennungen sofort mindestens zehn Minuten lang, vorzugsweise unter sanft fließendem lauwarmem Leitungswasser. Wenn dies nicht verfügbar ist, sind auch Wasser aus einem Graben, einer Regentonne oder einer Pfütze geeignet. 
    • Sorgen Sie für eine freie Zufahrts- und Anfahrtsroute für die Feuerwehr.
    • Informieren Sie die Feuerwehr bei ihrer Ankunft über etwaige Verletzte sowie Art und Hergang des Brandes.
    • Bleiben Sie in der Nähe (jedoch in sicherem Abstand), um die Feuerwehr gegebenenfalls weiter zu informieren.
     

5.7. Navigationslichter, Tageszeichen und Schallsignale

  • Wenn Navigationslichter, Tageszeichen und Schallsignale angebracht werden, entsprechen sie den Internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (COLREG 1972) oder dem Europäischen Code für die Binnenschifffahrt (CEVNI).
  • Nach Sonnenuntergang ist ein weißes Rundumlicht als Topplicht vorgeschrieben, wenn Sie höchstens 13 Kilometer pro Stunde erreichen und das Beiboot kürzer als 7 Meter ist. Andernfalls sind zusätzlich Seitenlichter (rot/grün) vorgeschrieben (1 Meter tiefer als das Topplicht). Die Seitenlichter dürfen in einer Leuchte kombiniert werden.
  • Zu den Seitenlichtern gehört Grün Rechts an Steuerbord (GRAS) und rot an Backbord. Prüfen Sie vor Sonnenuntergang, ob die Navigationslichter funktionieren. 
  • Tageszeichen haben eine schwarze geometrische Form, die im Mast eines Schiffes oder an einer Boje angebracht wird, um Schiffen in der Nähe Informationen zu übermitteln.
  • Ein Beiboot darf geeignete Schallsignale geben.

5.8. Verhinderung der Einleitung und Einrichtungen, die das Anlanden von Abfällen erleichtern. 
Das Beiboot ist so gebaut, dass Schadstoffe (Öl, Kraftstoff usw.) nicht versehentlich über Bord gelangen können.

Das Internationale MARPOL-Übereinkommen zur Verhütung der Verschmutzung der Meere und Ozeane (MARine POLlution) verbietet das Überbordwerfen von Schiffsabfällen wie Plastik, Chemikalien, Abfällen und Öl.

 

Schnelle Schaluppe

Wenn deine Schaluppe mit dem montierten Außenbordmotor schneller als 20 Kilometer pro Stunde fahren kann, musst du deine Schaluppe als schnelles Motorboot registrieren lassen. Außerdem musst du Registrierungszeichen an der Schaluppe führen. HDu musst den Registrierungsschein für das schnelle Motorboot zusammen mit deinem Ausweis an Bord haben, und um die Schaluppe zu führen, musst du im Besitz eines gültigen Bootsführerscheins sein.

Ein Registrierungsschein (Y-Nummer) ist für schnelle Motorboote vorgeschrieben. Du kannst den Registrierungsschein online bei der RDW beantragen. Beim Fahren muss der Registrierungsschein an Bord sein. Die Y-Nummer muss an beiden Seiten des Fahrzeugs angebracht sein. Wenn du dein schnelles Motorboot verkaufst, muss der neue Eigentümer das Boot auf seinen Namen umschreiben. Die Umschreibung des Registrierungsscheins von privat zu privat kann über die RDW-Website erfolgen. Für ein schnelles Motorboot wird keine Freistellungsbescheinigung
ausgestellt.

 

Wasserski und Wakeboarden sind nur in dafür ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Beim Wasserskifahren muss sich außer dem Bootsführer eine mindestens 15 Jahre alte zweite Person an Bord befinden, die den oder die Skifahrer und die unmittelbare Umgebung ständig beobachtet. Das Wasserskifahren darf keine unsicheren Situationen oder Belästigungen für andere verursachen. Im Übrigen gelten dieselben Regeln wie für das Fahren mit einem schnellen Motorboot.

Anforderungen:

• Das Kennzeichen (Y-Nummer) muss an beiden Seiten angebracht sein. Es muss gut sichtbar, in einer sich vom Untergrund abhebenden Farbe und in den gesetzlich vorgeschriebenen Abmessungen ausgeführt sein.
• Der Registrierungsschein des schnellen Motorboots und der Bootsführerschein des Schiffsführers müssen an Bord sein.
• Der Motor muss technisch einwandfrei sein, sodass er nicht raucht und keine Belästigung verursacht. Es darf keine Brand- oder Explosionsgefahr bestehen.
• Der Auspuff muss mit einem Schalldämpfer ausgestattet sein, sodass keine Lärmbelästigung entsteht.
• Die Steueranlage muss einwandfrei funktionieren.
• Ein Motorunterbrechungsschalter (Totmannschalter) ist vorgeschrieben. Der Schalter stoppt den Motor sofort, wenn der Führer über Bord fällt. Diese Anforderung gilt nicht bei einer geschlossenen Innensteuerung.
• Für jede an Bord befindliche Person muss eine Rettungsweste griffbereit sein.
• Ein einsatzbereiter und geprüfter Feuerlöscher mit mindestens 2 Kilogramm muss an Bord sein.
• Die aktuellste Fassung der BPR muss in gedruckter oder digitaler Form an Bord sein. Dies ist bei einem „offenen“ schnellen Motorboot (also ohne Kabine) nicht erforderlich.

Der Führer eines schnellen Motorboots muss:
• Mindestens 18 Jahre alt sein.
• Den Totmannschalter benutzen (diese Vorschrift gilt nicht bei einer geschlossenen Innensteuerung).
• Während der Fahrt auf dem Steuerstand sitzen, es sei denn, das Steuern im Stehen ist sicher.
• Eine Rettungsweste tragen, wenn er ein schnelles Motorboot im Stehen steuert, außer bei einer geschlossenen Innensteuerung.
• Verhindern, dass andere Wassernutzer behindert oder gefährdet werden.
• Die zulässigen Fahrgeschwindigkeiten einhalten, die auf Schildern und in offiziellen Seekarten angegeben sind.
• Verhindern, dass der Bootsmotor unnötig Lärm macht oder unnötig läuft, wenn das Fahrzeug stillliegt.
• Sich an die Regeln für den Alkoholkonsum halten. Der zulässige Alkoholgehalt im Blut beträgt 0,5. Diese Regeln für
Die Regeln für den Alkoholkonsum gelten auch für den Schiffsführer (falls dieser nicht zugleich der Fahrer ist).

 

Sicher fahren - was brauchst du dafür?

Jedes Boot, wie stabil es auch sein mag, kann beschädigt werden, wenn es falsch gehandhabt wird. Verantwortungsloses und gefährliches Verhalten ist mit sicherem Schwimmen unvereinbar. Die Geschwindigkeit des Bootes muss stets an die Wetterbedingungen angepasst werden. 

Unterwasserhindernisse sind gefährlich. Du musst versuchen, sie zu vermeiden, obwohl du sie natürlich manchmal einfach nicht bemerkst. Wenn das Boot über Steine fährt, wird der Rumpf wahrscheinlich zerkratzt. Leider kommt es auch vor, dass der Rumpf perforiert oder aufgerissen wird, wodurch das Boot sinken kann. Wie lässt sich das verhindern? Der einzige Ausweg besteht darin, die Karte zu studieren und zu analysieren, wo sich die Untiefen befinden. Es ist außerdem sinnvoll, andere Personen zu fragen, die mit dem Fahrgebiet vertraut sind.

Eine andere unangenehme Situation kann eine dunkle Wolke am Horizont sein. Wenn die Gefahr eines Sturms besteht, musst du so schnell wie möglich zum Hafen oder zur Küste fahren und an einem sicheren Ort Schutz suchen. Behalte auch das Wetter über dein Telefon im Auge. 

Die Besatzung muss mit der gesamten Notfallausrüstung vertraut sein. Die Besatzung muss außerdem mit Rettungsmanövern bei Rettungs-, Schlepp- oder anderen Notfallsituationen wie „Mann über Bord“ vertraut sein.

Vergewissere dich vor der Abfahrt, dass sich Folgendes an Bord befindet (und wir empfehlen dir dringend, tatsächlich dafür zu sorgen):

Sicherheitsausrüstung:

  • Rettungswesten
  • Bilgenpumpe oder Schöpfgefäß
  • Separate Schleppleine
  • Anker mit Ankerleine
  • Ankerball
  • Signalhorn
  • Bedienungsanleitung des Bootes und des Motors
  • Aktuelle Seekarten
  • Werkzeug und Ersatzteile für Ausrüstung und Motor
  • Ausreichend Kraftstoff
  • Feuerlöscher
  • Erste-Hilfe-Kasten einschließlich Löschdecke
  • Sorge dafür, dass du immer ein (ausziehbares) Ruderpaddel (mit Bootshaken) an Bord hast.
  • Ersatzschlüssel für das Motorboot
  • Vollständig aufgeladenes Mobiltelefon
  • Gegebenenfalls ein UKW-Funkgerät oder ein Notfunkbake
  • Bootshaken mit Paddel
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
    Als Besitzer des Motorboots bist DU SELBST für die Anschaffung dieser Sicherheitsausrüstung verantwortlich! Das vDie vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung auf einem Boot kann je nach Gebiet oder nach der Art des Gewässers, auf dem du mit dem Boot Beim Fahren gibt es Unterschiede. Denke außerdem an Schutz vor Kälte sowie an Essen und Trinken. 


  • Tipps für sicheres Fahren
  • • Beginne mit einer guten Vorbereitung. Tanken, prüfen, nachdenken! Fülle rechtzeitig Kraftstoff nach. Kontrolliere dein Boot, den Motor und den Ölstand. Prüfe die Wettervorhersage. Nutze deinen gesunden Menschenverstand auf dem Wasser und denke vorausschauend. Prüfe deine Route auch auf mögliche Behinderungen, auch Sperrungen genannt. 
  • • Kenne die Fahrregeln, Bojen, Schilder und Zeichen. Siehe die Binnenschifffahrtspolizeiverordnung (BPR).
    • Fahre rechts, also am Steuerbordufer.
    • Nutze die Freizeitrinnen, die an einer speziellen Betonnung erkennbar sind.
    • Schau dich gut um und regelmäßig auch nach hinten. So siehst du herannahende Schiffe rechtzeitig.
    • Halte dich aus dem toten Winkel von Frachtschiffen heraus. Als Faustregel gilt: Wenn du den Schiffsführer sehen kannst, kann er auch dich sehen.
    • Gib Binnenschiffen ausreichend Raum. Halte, wenn möglich, Abstand.
    • Fahre einen klaren Kurs, damit andere Schiffsführer wissen, was du tust.
    • Achte auf deine Geschwindigkeit. Sorge dafür, dass andere nicht durch deine Bug- und Heckwelle oder deinen Sog behindert werden.
    • Verwende vorzugsweise ein UKW-Sprechfunkgerät. Damit bleibst du durch Mithören informiert und kannst Kontakt zu anderen Schiffsführern sowie Brücken- und Schleusenwärtern aufnehmen.
    • Ändere Kurs und Geschwindigkeit nicht plötzlich.
    • Bereite dich gut auf die Fahrt vor, verwende aktuelle Seekarten und verfolge die Wettervorhersage.
    • Schalte rechtzeitig die Navigationsbeleuchtung ein.
    • Sorge rundum für gute Sicht und schau regelmäßig nach hinten.
    • Erzeuge keinen unnötigen Wellenschlag.
    • Ankere nicht bei Brücken, Schleusen, Arbeitsschiffen mit ausgelegten Ankern, unter Hochspannungskabeln oder in der Mitte eines Fahrwassers.
    • Vermeide das Kreuzen auf stark befahrenen Routen und halte die Mitte für große Schiffe frei.
    • Sorge dafür, dass du für andere Schiffe sichtbar bist.
    • Fahre alkoholfrei. Die gesetzliche Grenze auf dem Wasser liegt bei 0,5 Promille.
    Es ist nicht erlaubt, ein Boot unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol zu führen. Die Kombination aus Lärm und Vibrationen, Sonne, Wind und Bewegung führt auf dem Wasser zu Ermüdung. Die Auswirkungen von Alkohol sind auf dem Wasser größer als an Land.
    • Fahre zügig und sicher durch Brücken und Schleusen.
    • Halte dich von Fischernetzen fern. Diese sind meist durch schwarze oder gelbe Fähnchen gekennzeichnet.
    • Das Schwimmen in Bereichen der Wasserstraße, die für die durchgehende Schifffahrt bestimmt sind, sowie bei Brücken, Schleusen und Warteplätzen ist verboten.
  • Betriebsbereite Brücken: Rote Lichter zeigen immer an, dass die Durchfahrt verboten ist, es sei denn, es leuchten zusätzlich gelbe Lichter. Dann darfst du passieren. 
  • Brücken außer Betrieb: Zwei rote Lichter zeigen immer an, dass die Brücke nicht bedient wird und die Durchfahrt verboten ist, es sei denn, es leuchten zusätzlich gelbe Lichter. Dann dürfen Sie hindurchfahren.
  • Wichtigste Vorfahrtsregeln: Groß (meist Berufsschifffahrt) hat Vorrang vor klein. Das sind meist Schiffe mit einer Länge von mehr als 20 Metern. Sie sind in ihren Manövern eingeschränkt und können das Schiff nicht schnell zum Stillstand bringen. Halten Sie Abstand und fahren Sie vor allem nicht vor ihnen entlang. Ein solches Schiff hat vor dem Bug oft einen toten Winkel, sodass der Schiffsführer Sie nicht (gut) sehen kann. Wenn Sie selbst das Steuerhaus nicht sehen können, sieht der Schiffsführer Sie ebenfalls nicht!
  • Steuerbordufer hat Vorrang: Auf einem markierten Fahrweg, zum Beispiel einer Fahrrinne (rote und grüne Tonnen) oder einem natürlichen Fahrweg (Fluss/Kanal), hat derjenige Vorrang, der sich eng am Steuerbordufer hält.
  • Segel vor Muskelkraft, Muskelkraft vor Motor: (Kleine) Segelfahrzeuge haben Vorrang vor muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen wie Ruderbooten und Kanus, und diese wiederum vor (kleinen) Motorbooten. Also: Segel vor Muskelkraft, Muskelkraft vor Motor. 
  • Motorfahrzeuge untereinander: Auf offenen Gewässern ohne Betonnung hat das von Steuerbord kommende Fahrzeug Vorrang. Bei entgegengesetztem Kurs weichen beide nach Steuerbord aus.
  • Aber vor allem gilt: gute Seemannschaft! Das bedeutet, dass Sie jederzeit versuchen müssen, eine Kollision zu vermeiden, auch wenn Sie Vorfahrt haben. Versuchen Sie, wenn möglich, ein anderes Wasserfahrzeug achtern statt vor dem Bug zu kreuzen.
  • Verwenden Sie im Beiboot keine Gaslampen.
  • Schwimmen Sie nicht, wenn der Motor läuft. Sie können mit der Schiffsschraube in Kontakt kommen.
  • Fahren Sie nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Die Kombination aus Lärm, Vibrationen, Sonne, Wind und Bewegung verursacht nämlich Ermüdung auf dem Wasser. Die Auswirkungen von Alkohol sind auf dem Wasser daher stärker als an Land. Warnung: Das Führen eines Wasserfahrzeugs unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen ist sowohl gefährlich als auch gesetzlich verboten.
  • Benutzen Sie das Beiboot nicht, wenn Sie vermuten, dass die Lenkung nicht funktioniert.
  • Während der Fahrt darf sich niemand auf dem Vordeck oder auf dem Rand der Sitze befinden. Vermeiden Sie es, im Beiboot zu stehen, und tragen Sie immer Schwimmwesten. 
  • Befestigen Sie stets die Notstoppleine des Motors am Fahrer.
  • Besatzung: Ein kritischer Blick auf die Zusammensetzung der Besatzung ist sicherlich sinnvoll.
  • Wer kann das Kommando über das Schiff übernehmen, wenn der Schiffsführer ausfällt? In einer Familienbesatzung bestehend aus Vater, Mutter und kleinen Kindern gibt es oft nur einen Erwachsenen, der die Hände zum Steuern frei hat. 
    Es ist wichtig, dass in einer solchen Situation beide Eltern unabhängig voneinander über dieselbe theoretische und praktische Erfahrung verfügen. Mit kleinen Kindern an Bord beschränken Sie sich auf Ausfahrten von höchstens einigen Stunden und bleiben in der Nähe von Häfen. 
  • Kommunikation auf dem Wasser: Am besten erledigen Sie dies über ein Funkgerät. Ein Funkgerät ist für kleine Schiffe nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen. Ihr Telefon hat auf dem Wasser nämlich nicht immer Empfang. Im Notfall muss jeder an Bord wissen, wie das Funkgerät funktioniert. Kein Funkgerät an Bord? Laden Sie Ihr Telefon vor der Abfahrt vollständig auf.
  • Sicherheit hat auch mit Wissen und Können zu tun. Wissen können Sie durch die Teilnahme an den erforderlichen Kursen und Schulungen erwerben. Können ist vor allem eine Frage der Erfahrung, also üben Sie viel.
  • Wenn Sie mit einer Gruppe unterwegs sind:
    • Sorgen Sie dafür, dass jeder an Bord weiß, wie im Falle eines Notfalls zu handeln ist. Zum Beispiel
      • Suchen Sie nach Möglichkeit einen geschützten Ort auf und werfen Sie den Anker aus. 
      • Sorgen Sie zuerst für Ihre eigene Sicherheit, dann können Sie anderen leichter helfen.Nehmen Sie sich vorher etwas Zeit, um festzulegen, wer was tun soll, wenn beispielsweise das Wetter umschlägt oder der Motor auf halber Strecke ausfällt.

        Selbst wenn Ihre Besatzung viel Erfahrung haben, bedeutet das noch nicht, dass sie Erfahrung mit Ihrem speziellen Boot haben. Erklären Sie daher, wie das Boot gesteuert wird, wo der Anker liegt und wie das eventuelle Funkgerät oder die Notfunkbake funktioniert. So bewahren Sie in stressigen Situationen einen kühlen Kopf und gehen gut vorbereitet auf Reisen!

        Ein Notfunkbaken wie ein PLB (Personal Locator Beacon) ist in einer Notsituation wertvoll. Ein PLB können Sie überallhin mitnehmen und verwenden. Das bedeutet, dass es nicht nur für den Wassersport geeignet ist, sondern auch für andere Outdoor-Aktivitäten. Der große Vorteil eines PLB ist, dass es überall auf der Welt funktioniert, sehr kompakt und leicht ist und problemlos an einer Rettungsweste befestigt werden kann.

Umweltaspekte

  • Vermeiden Sie jederzeit Kraftstoff- und Öllecks.
  • Vermeiden Sie jederzeit Lärmbelästigung. Musik und laute Gespräche können besonders nachts sehr weit getragen werden.
  • Halten Sie die Höchstgeschwindigkeit ein –vermeiden Sie dabei die Bildung von Wellen in der Nähe anderer Wasserfahrzeuge.
  • Verwenden Sie so wenig Reinigungsmittel, Farbe und andere Stoffe wie möglich.
  • Vermeiden Sie es, Reinigungsmittel ins Wasser zu leiten: Reinigen Sie das Boot an Land, wo diese Mittel aufgefangen werden können. 
  • Verwenden Sie keine entzündlichen Lösungsmittel zur Reinigung des Schiffsraums. 
  • Verwenden Sie keine Lösungs- oder Waschmittel. Haushaltsreiniger sollten sparsam verwendet werden und dürfen nicht ins Wasser gelangen. Mischen Sie niemals Reinigungsmittel und sorgen Sie für eine gute Belüftung geschlossener Räume. Verwenden Sie keine Produkte, die Phosphate, Chlor, Lösungsmittel oder nicht biologisch abbaubare beziehungsweise erdölbasierte Stoffe enthalten. Produkte auf Zitrusbasis eignen sich hervorragend zur Reinigung von Bootsausrüstung und sind für Mensch und Umwelt unbedenklich.
  • Verwenden Sie keine scheuernden Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Ammoniak oder Chlor, da diese die Gelcoat-Oberfläche beschädigen. 
  • Erhöhte Abgasemissionen verschmutzen Wasser und Luft. Halten Sie deshalb Ihren Motor richtig eingestellt und den Rumpf Ihrer Schaluppe sauber. Die Reisegeschwindigkeit ist die wirtschaftliche Geschwindigkeit, mit der sich ein Boot möglichst effizient fortbewegen kann. Diese Geschwindigkeit ist immer ein Abwägen zwischen Geschwindigkeit und Kraftstoffverbrauch. Die wirtschaftliche Geschwindigkeit beträgt 70 % der Rumpfgeschwindigkeit, also bei einer Bootslänge von:

 

  • 8 Meter = 9 Kilometer pro Stunde;
  • 7 Meter = 8 Kilometer pro Stunde;
  • 6 Meter = 8 Kilometer pro Stunde;
  • 5 Meter = 7 Kilometer pro Stunde;
  • 4 Meter = 6 Kilometer pro Stunde;
  • 3 Meter = 6 Kilometer pro Stunde. 

Für die Rumpfgeschwindigkeit benötigen Sie nicht weniger als dreimal so viel Leistung wie bei der wirtschaftlichen Geschwindigkeit. Dabei verbrauchen Sie viel und erreichen lediglich eine um 30 % höhere Geschwindigkeit.
Daher fahren Sie in nahezu allen Fällen am besten zwischen 6 und 9 Kilometern pro Stunde bei einem Boot von 3 bis 8 Metern Länge. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dann 30 % höher, der Verbrauch ist jedoch 300 % höher. 

  • Als Faustregel für den Verbrauch von benzinbetriebenen 4-Takt-Außenbordmotoren wird häufig Folgendes verwendet: Der Verbrauch in Litern pro Stunde bei voller Leistung = ⅓ x Leistung in PS (bei 70 % der Vollleistung halbiert sich dieser Verbrauch). Für einen Außenbordmotor mit 40 PS ergibt sich daraus folgender geschätzter Verbrauch: 13 Liter pro Stunde bei voller Leistung und 10 Liter pro Stunde bei 70 %.


Herstellung der Schaluppe

Die Schaluppe wird in einer Form hergestellt. Diese wird mit einer Lackschicht, dem Gelcoat, besprüht. Anschließend werden mehrere mit Polyester getränkte Glasfaserschichten aufgebracht. Danach werden der Boden, die Bänke und alle übrigen Einbauteile montiert und alle inneren Teile noch einmal mit einem Lack, dem Topcoat, überzogen. Nach dem Aushärten des Materials wird die Schaluppe durch (Luft- oder Wasser-)Druck aus der Form gedrückt. Die dadurch im Gelcoat entstehenden Markierungen beeinträchtigen die Qualität der Schaluppe in keiner Weise. Es handelt sich lediglich um Abdrücke der Oberfläche.

 

Flagge

  • Nach der Etikette gilt für die Nationalflagge, beispielsweise die niederländische Flagge, Folgendes. Der Flaggenstock einer Nationalflagge muss gerade und nach achtern geneigt in der Längsachse des Fahrzeugs angebracht werden; wenn dies nicht möglich ist, darf er auch etwas nach Steuerbord zeigen. 
  • Die Nationalflagge darf an Tagen ab 08:00 Uhr (sonntags ab 09:00 Uhr) bis zum Sonnenuntergang, jedoch nicht später als 21:00 Uhr (22:00 Uhr in der Sommerzeit), geführt werden, wenn Sie an Bord sind.

Wartung

  • Planen Sie automatisch die Termine, die sich vierteljährlich wiederholen, in Ihren digitalen Kalender ein.
  • Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Motors sorgfältig durch (sie befindet sich auch auf der Produktseite des Motors auf unserer Website). Sie enthält alle wichtigen Hinweise für eine problemlose Fahrt. Einen neuen Verbrennungsmotor fahren Sie wie folgt ein: das erste Viertelstündchen mit minimaler Geschwindigkeit. Danach drei Viertelstunden mit 10 bis 30 Prozent der maximalen Leistung. Die zweite Stunde mit 50 bis 80 Prozent der maximalen Leistung. Vermeiden Sie in den folgenden 10 Stunden, länger als 5 Minuten mit voller Leistung zu fahren.
  • Ein Verbrennungsmotor muss gemäß der Bedienungsanleitung des Motors gewartet werden.
    Informationen zum Motortyp, zu den Kapazitäten, zum Kraftstoff- und Kühlmitteltyp, zur Fehlerbehebung und allgemeine Informationen sind der Bedienungsanleitung des Herstellers beigefügt.
    Es ist schon allein im Hinblick auf die Garantie wichtig, die Wartung von einem Wartungsspezialisten durchführen zu lassen (bewahren Sie zu diesem Zweck auch die Rechnungen auf). 
    Der beste Zeitpunkt ist nach der Fahrsaison, also vor dem Winter. Bei einer Standardwartung wird unter anderem in der Regel das Motoröl gewechselt (um Verschleiß im Motor zu verhindern), der Ölfilter und der Kraftstofffilter werden ausgetauscht (andernfalls können sie reißen, was zu Motorschäden führt) und gegebenenfalls die Anode des (Elektro- und Benzin-)Außenbordmotors. Das Anodenmetall schützt vor Schäden durch Korrosion (wenn es abgetragen ist, muss es ersetzt werden), insbesondere durch Salzwasser. Streichen oder bedecken Sie die Anoden niemals. Sobald sie beschichtet sind, bieten sie keinen Schutz vor galvanischer Korrosion. Wenn die Anoden zu 50 % oder mehr verschlechtert sind, müssen sie ersetzt werden.
  • Überprüfen Sie vierteljährlich den Ölstand eines benzinbetriebenen Außenbordmotors.
  • Überprüfen Sie vierteljährlich die Starterbatterie eines benzinbetriebenen Außenbordmotors. Wenn sich die Batterie in gutem Zustand befindet, liegt die Spannung zwischen 12,4 und 12,7 Volt, vorzugsweise nicht unter 12,6 Volt. Eine Batterie mit einer Spannung unter 12,2 Volt muss sofort aufgeladen werden. 
  • Da Ihr Boot täglich Verschmutzungen wie saurem Regen, Salzablagerungen, schwarzen Streifen oder Algen ausgesetzt ist, ist es ebenfalls notwendig, Ihr Boot regelmäßig zu reinigen.

    Durch gründliche Reinigung verhindern Sie, dass sich Schmutz in den Poren des Gelcoats festsetzt. Jeder Gelcoat ist mikroporös. Durch UV-Strahlung altert der Gelcoat und wird zunehmend „mikroporöser“. Dadurch setzt sich die Verschmutzung immer tiefer im Gelcoat fest und lässt sich immer schwieriger entfernen. Eine gute Wachsschicht schützt den Gelcoat vor UV-Strahlung und füllt kleine Mikroporen. Dadurch haftet Schmutz weniger schnell an, und der Gelcoat behält seinen Glanz und seine Farbe deutlich länger.

    Entfernen Sie zunächst allen losen Schmutz mit sauberem, lauwarmem Wasser. Reinigen Sie das Boot anschließend gründlich mit Bootsshampoo.

    Die Seife reinigt die Oberfläche gründlich, ohne die Gelcoat und/oder die Wachsschicht anzugreifen. Achtung! Haushaltsreiniger und Reinigungsmittel entfetten die Oberfläche und entfernen auch die vorhandene Wachsschicht.

    Zur Entfernung hartnäckiger Ablagerungen (»brauner Schnurrbart«) gibt es Acid wash. Dieser wirksame Reiniger reinigt bis tief in die Poren.

    Nach dem Reinigen oder Polieren sollten Sie eine neue schützende Wachsschicht auftragen. Eine Schicht, die kleine Poren auffüllt und während der gesamten Saison für eine geschlossene, wasserabweisende Oberfläche sorgt, an der Schmutz und Wasser nur schwer haften. Dadurch behält die Gelcoat ihren Glanz und ihre Farbe deutlich länger.

    Neben Seifenlauge und einer Bürste können Sie die Kabelaring auch mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. Nach einer Beschädigung können Sie die Kabelaring abschrauben und drehen. Wenn die Kabelaring ausgefranst ist, können Sie die Fäden mit einem Feuerzeug abbrennen. 
  • Flache Kratzer lassen sich durch Schleifen mit wasserfestem Schleifpapier beseitigen: mit Körnung 600 und viel Wasser beginnen, anschließend Körnung 800 verwenden. Danach mit Poliermittel polieren (zum Beispiel Heavy Gloss Renovator). Wenn ein Kratzer durch die Gelcoat hindurchgeht und dadurch ein weißer Kratzer entsteht, können Sie ihn auch mit einem Gelcoat-Reparaturset reparieren. Gelcoat ist die erste Schicht eines Polyesterschiffs. Sie bestimmt die Farbe Ihres Schiffs und bildet die Barriere zwischen dem Wasser und Ihrem Polyesterlaminat (das nicht wasserdicht ist). Daher ist es wichtig, Risse oder Kratzer in der Gelcoat rechtzeitig zu reparieren. So verhindern Sie, dass das Polyesterlaminat Feuchtigkeit aufnimmt.
    Oxidation, Kalkablagerungen und Verfärbungen lassen sich ebenfalls mit Poliermittel entfernen.
  • Kleine Luftbläschen (Pinholes) in der Gelcoat (sichtbare Polyesterschicht) oder sternförmige Beschädigungen lassen sich ebenfalls beheben. Blasenbildung im Polyester durch Osmose. Wenn ein Boot im Wasser liegt, dringt Wasser langsam durch die Gelcoat in die dahinterliegenden Schichten ein. Theoretisch ist jede Polyesterschaluppe irgendwann von Osmose betroffen. Bei der einen früher, bei der anderen später. Die Entstehung von Osmose hängt von zahlreichen Faktoren ab. Süßwasser erhöht das Osmoserisiko. Eine höhere Temperatur beschleunigt den Prozess. Auch das Verhältnis zwischen der Zeit, die das Boot im Wasser liegt, und der Zeit an Land spielt eine Rolle. Sorgen Sie dafür, dass die Schaluppe möglichst außerhalb des Wassers gelagert wird: beispielsweise auf einem Trailer; bei einer Schaluppe am Haus ist ein Bootslift eine alternative Lösung. Bei Schaluppen, die länger als 3 Wochen pro Saison im Wasser liegen, sollten zur Vorbeugung von Osmose nach dem Anschleifen mit Körnung 80 fünf Schichten wasserdichter Epoxidgrundierung unter dem eventuellen Antifouling aufgetragen werden.
    In der Bilge entsteht häufig Wasser durch Kondensation, Regenwasser, Spritzwasser oder andere Ursachen. Halten Sie das Boot daher auch an der Innenseite trocken, insbesondere im Bilgenbereich. Dies bedeutet außerdem, dass eventuell entstandene Osmose, Blasen, Gelcoatverfärbungen, Risse, Haarrisse, Lufteinschlüsse, Rumpfblasen, osmotische Blasenbildung usw. nicht unter die Garantie fallen, wenn diese Empfehlungen nicht befolgt werden. Durch Osmose wird eine Sloop nicht ohne Weiteres sinken; ohne Gegenmaßnahmen wird jedoch zu viel Laminat beschädigt, was der Festigkeit und Steifigkeit der Sloop nicht zugutekommt. Meistens zeigt sich nach einer Untersuchung, dass sich die physikalischen und/oder chemischen Prozesse in einer solchen Schiffshaut durch begrenzte oder umfangreichere Wartungsarbeiten gut beheben lassen. Eine Bootsversicherung, beispielsweise von Nationale Nederlanden, kann Osmoseschäden sogar während der ersten zehn Jahre ersetzen. 
  • Verwenden Sie keine Drahtbürsten oder Scheuerschwämme am Unterwasserschiff. Kleine Kratzer können Schmutz ansammeln. Um den unter der Wasseroberfläche liegenden Teil der Sloop vor Algenwachstum zu schützen, können Sie einen selbstschleifenden Antifouling-Lack auftragen, der die Gelcoatschicht sehr gut vor Bewuchs schützt. Ziehen Sie eine giftfreie Variante in Betracht.
    Weiches Antifouling: auch als polierendes, selbstschleifendes Antifouling bekannt. Während der Fahrt nutzt sich das Antifouling allmählich ab, wodurch frisches Kupfer und/oder Biozide freigesetzt werden. Der Vorteil besteht darin, dass sich keine dicke Schicht wie bei hartem Antifouling bildet. Allerdings muss ausreichend gefahren (also „geschliffen“) werden, und jede Saison muss neues Antifouling aufgetragen werden. Weiches Antifouling wird vor allem für langsam fahrende Schiffe verwendet. Das Auftragen von weichem Antifouling auf eine schnelle Sloop/Tender ist nicht sinnvoll, da sich die Schicht dann zu schnell abnutzt.
  • Das Auftragen von Antifouling auf dem Unterwasserschiff zu unterlassen, führt nicht nur zum Bewuchs mit einem kräftigen Bart (Bewuchs durch Organismen), sondern hat auch langfristig nachteilige Folgen: Der Bewuchs sorgt für zusätzlichen Widerstand und mehr Gewicht, wodurch Ihre Sloop/Tender eine halbe bis sogar 3 Kilometer pro Stunde langsamer fährt. Um die gewünschte Geschwindigkeit zu erreichen, benötigt der Motor mehr Leistung. Dies führt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch, der bis zu 20 % betragen kann. 
    Bewuchs entsteht vor allem, wenn dein Boot stillliegt. Wenn du dein Boot längere Zeit nicht benutzt, solltest du erwägen, es mit einem Bootslift über Wasser zu lagern. Antifouling ist grundsätzlich nicht gut für die Umwelt, insbesondere kupferhaltiges. PTFE-/Teflon- oder silikonbasierte Antifoulings sind umweltfreundlicher, und International Interspeed Extra ist
    relativ einfacher aufzutragen.
    Es ist auch möglich, Antifouling auf dem Teil des Motorgehäuses und des Schafts aufzutragen, der längere Zeit im Wasser hängt. Aus Garantiegründen ist die Verwendung aller Arten von Antifouling nicht zulässig. Der Hersteller von Torqeedo genehmigt beispielsweise die Verwendung von International Trillux 33 in Kombination mit Primocon Primer oder Hempel Sillic One in Kombination mit Hempel Light Primer und Hempel Sillic One Tiecoat.
  • Noch umweltfreundlicher ist Finsulate. Hinweis: Beim Heben langsam Spannung aufbauen und die Hebegurte mit einer Kunststoffhülle ummanteln. Transport auf einem Trailer: Ein Stück Pappe auf die Kimrollen und Kielrollen legen. 
  • Kissen: Regelmäßiges Waschen mit einem milden Waschmittel oder warmem Wasser reicht aus, um die Bezüge in gutem Zustand zu halten. Verhindere, dass die Kissen nass werden, und trockne sie nach dem Waschen gut ab, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lege die Kissen auf das Boot, damit die Luft zirkulieren kann, und sprühe sie mit einem Schimmelverhütungsmittel ein. Nach dem Fahren sollten die Kissen geschützt vor Witterungseinflüssen gelagert werden. 
  • Die Cabrioverdeck (auch Rohrpersenning oder Bootskap genannt) mit eingezippter Cockpitplane kann beim Fahren zusammengefaltet oder aufgerollt werden. Vermeide scharfe Falten und Knicke und achte darauf, dass die Fenster flach und faltenfrei liegen. Öffne zuerst das Fenster mit den Reißverschlüssen nach vorn und klappe das Fenster auf das Dach. Löse die Seiten und klappe auch diese auf das Dach. Klappe anschließend das Rohrsystem zusammen. 
  • Lagere die Rohrpersenning immer trocken, in einem sauberen und gut belüfteten Raum. 
  • Reißverschlüsse und Druckknöpfe sollten funktionstüchtig gehalten werden, indem sie regelmäßig mit einem fettfreien Teflonspray eingesprüht werden. Wenn der Einsteckstift des Reißverschlusses aus Metall besteht, muss auch dieser gut sauber gehalten werden; die Metalllegierung, aus der der Einsteckstift gefertigt ist, kann durch die Kombination aus Feuchtigkeit und Salz korrodieren.
  • In den ersten Wochen kann die Kapuze noch geringfügig Wasser durchlassen und beim Montieren steif sein.
  • Wiedermontage von Bootstuch oder Bootskap: Bringe deine Bootskap niemals bei einer Temperatur unter 15 Grad Celsius wieder an. Die Fenster der Bootskap schrumpfen bei niedrigeren Temperaturen, und es besteht die Gefahr, dass du die Kapuze dadurch beschädigst. Am besten also in der Sonne, damit sich das Material erwärmt. 
  • Bevor Sie die Bootspersening wieder auf der Schaluppe anbringen, müssen Sie die Schaluppe zunächst sehr gründlich reinigen. Wenn Sie dies nicht tun, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die gereinigte oder neu angebrachte Bootspersening schnell wieder verschimmelt. Das Vorhandensein eines Myzels (Wurzelgeflecht eines Pilzes) oder von Pilzsporen ist mit bloßem Auge nicht sichtbar.
  • Die Bootspersening schließen Sie, indem Sie zunächst die Windschutzscheibe befestigen und sich dann nach hinten vorarbeiten. Verwenden Sie die Schnellspanner zum Spannen und um die Druckknöpfe richtig zu positionieren. Manchmal ist es notwendig, die Druckknöpfe zu zweit zu schließen. Falls Sie die Persenning nur schwer oder allein schließen können, können Sie ein Verschlusssystem wie Easy Cabrio montieren lassen, das das Schließen erleichtert. 
  • Die Bootspersening reinigen Sie mit einer weichen Bürste zum Schutz der Nähte und warmem Wasser. Lassen Sie sie vorzugsweise zunächst 24 Stunden einweichen. Verwenden Sie keinesfalls Schmierseife, Essig oder einen Hochdruckreiniger. Ein spezielles Reinigungsmittel kann ebenfalls verwendet werden, allerdings kann dadurch die wasserdichte Imprägnierung verschwinden. 
  • Die Persenning können Sie zu einer spezialisierten Wäscherei bringen. Während einer Wäsche durchläuft ein Zelt verschiedene Behandlungen. Zuerst wird der Schmutz abgespritzt, anschließend wird der Stoff einige Zeit in eine Art warmes Tauchbad gelegt. Danach wird das Zelt zum Trocknen aufgehängt und anschließend erneut imprägniert. Durch das Imprägnieren verringern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schimmel und Algen festsetzen. Dadurch machen Sie den Stoff außerdem besonders wasser- und schmutzabweisend. Das gilt auch für das Kissenset. Imprägnieren Sie nicht die Fenster und lassen Sie die Persenning gut trocknen. Befeuchten Sie die Persenning abschließend und prüfen Sie, welche Stellen noch nicht richtig imprägniert sind. 
  • Wenn die Persenning in der Wäscherei war, kann es schwierig sein, sie wieder anzubringen. Da sich die Folie in der Frühlingssonne etwas erwärmen kann, lässt sie sich möglicherweise etwas dehnen, was das Anbringen erleichtert. Wenn dies nicht gelingt, befeuchten Sie die Persenning mit Wasser. Der Stoff wird im nassen Zustand etwas geschmeidiger. Wenn all dies nicht hilft, kann der Segelmacher gebeten werden, die Druckknöpfe erneut anzubringen.
  • Die Lebensdauer einer Bootspersening beträgt etwa zehn Jahre. Lassen Sie nach fünf Jahren die Nähte von einem Segelmacher kontrollieren und bei Bedarf nachnähen. Das spart Ihnen langfristig Kosten. 
  • Wenn die Schaluppe mit HPL-Teak ausgestattet ist, schützen Sie das Teak jedes Quartal mit einer Schutzschicht, insbesondere die Teile, die außen auf dem Deck befestigt sind. Zum Beispiel mit Sjippie Dek UV-Wax oder HG-Laminatschutz. Schützt vor Abnutzung, Kratzern und anderen Beschädigungen, kaschiert matte Stellen und bereits vorhandene Abnutzungsstellen und verleiht Glanz. Zuerst mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel reinigen. Keine Scheuermittel, Scheuerschwämme, Kalkentferner oder säurehaltigen Reinigungsmittel verwenden. Wenn das HPL-Teak bereits verwittert ist, verwenden Sie Riwax PVC Teak Coating.
  • Edelstahl ist nicht vollständig rostfrei. So erhältst du die Edelstahlbeschläge im bestmöglichen Zustand: Reinige alle Edelstahlbeschläge regelmäßig. Verwende auf Edelstahl niemals Scheuermittel wie Stahlwolle, Säuren oder Bleichmittel. Entferne Rostflecken so schnell wie möglich mit Chrom- oder Messingpolitur. Es können sich Vertiefungen bilden, die auf der Oberfläche des Edelstahls zurückbleiben. Verwende hochwertiges Autowachs, um den Edelstahl zu schützen. Überprüfe dein Beiboot regelmäßig auf den festen Sitz und das Aussehen von Bolzen, Schrauben und Klemmen.

Winterlagerung

Die Garantie und die Bootsversicherung bieten nur dann Versicherungsschutz, wenn der Winterlagerung ausreichend Sorgfalt gewidmet wurde. Mit anderen Worten: durch die Umsetzung der Empfehlungen in dieser Anleitung.

  • Kraftstoffmotor:
    • Den Kraftstofftank abkoppeln. Den Motor laufen lassen, bis er ausgeht, während das Boot noch im Wasser liegt (dabei einige Male den Pumpball am Kraftstoffschlauch zusammendrücken). Den verbleibenden Kraftstoff für dein Auto verwenden. Dies kann auch im Rahmen der jährlichen Wartung erledigt werden. 
    • Lasse einen Kraftstoff-Außenbordmotor jährlich von einem anerkannten Fachbetrieb warten. Der Motor muss nämlich winterfest gemacht werden. Der beste Zeitpunkt für die Wartung ist vor der Einlagerung im Winter; im Frühjahr sind die Wartezeiten lang. Außerdem ist der Motor dann für den Winter vorbereitet, um Schäden zu vermeiden und einen reibungslosen Start im Frühjahr zu gewährleisten. Auch bei wenigen Betriebsstunden ist der Motor starken Belastungen ausgesetzt. Dazu gehören Schäden durch Oxidation, angegriffene Anoden und der Wechsel des Öls im Unterwasserteil. Durch den Ölwechsel stellst du sicher, dass sich kein Wasser darin befindet, das Schäden verursachen kann.
  • Elektromotor, dessen jährliche Wartung kannst du auch selbst durchführen: 
    • Das System mit dem Ein-/Ausschalter ausschalten. Den Magnetschlüssel abziehen und den Hauptschalter der Batterie in die ausgeschaltete Stellung bringen, damit sicher gearbeitet werden kann.
    • Den Bedienhebel, die Welle und den Motor für eine gründliche Inspektion reinigen. Dazu ein weiches, feuchtes Tuch und gegebenenfalls einen pH-neutralen Reiniger verwenden.
    • Überprüfen, ob die Schrauben und Bolzen, mit denen der Motor, der Elektronikkasten und der Bedienhebel mit dem Boot verbunden sind, noch ordnungsgemäß befestigt sind.
    • Bei einer Fernbedienung: Überprüfen, ob sie unbeschädigt und ordnungsgemäß montiert ist. Bei Bedarf mit einem leicht feuchten, weichen Tuch reinigen. Nach der Reinigung WD-40 zwischen Gehäuse und Hebel sprühen und diesen einige Male hin und her bewegen.
    • Wenn das Motorgehäuse Lackschäden aufweist, diese professionell ausbessern lassen, um Korrosionsschäden durch Wasser zu vermeiden.
    • Anode: Wenn die Anode verschmutzt ist, reinigen und leicht anschleifen, damit die Aluminium- oder Zinkoberfläche gut sichtbar ist. Bei mehr als 50 % Verschleiß die Anode ersetzen. 
    • Demontieren Sie den Propeller und entfernen Sie etwaige Wasserpflanzen und Angelschnur von der Welle. Wenn Angelschnur gefunden wird, prüfen Sie gründlich, ob sie nicht zwischen der Welle und der Dichtung gelegen hat. Wenn Sie Zweifel an einer Beschädigung der Dichtungen oder der Welle haben, wenden Sie sich an einen Monteur. Prüfen Sie den Propeller auf Schäden wie Risse, abgebrochene Teile oder Verformungen. Wenn er Schäden aufweist, durch die der Propeller unausgewuchtet ist, muss er ersetzt werden.
    • Demontieren Sie alle Datenkabel und Steckverbinder und prüfen Sie, ob die Verbindungen sauber und frei von Schäden sind. Reinigen Sie die elektronischen Kontakte mit Druckluft, besprühen Sie die Verbindungen mit Kontaktspray und schließen Sie alles wieder an. 
      Prüfen Sie alle Stromkabel und Verbindungen auf Beschädigungen und Verschleiß. Wenn diese beschädigt sind (Risse im Kabelmantel, ein starker Knick im Kabel, Stecker, die keinen guten Kontakt mehr herstellen, oder lose Verbindungen), müssen sie ersetzt werden. (Siehe „Checkliste zur Inspektion, Reinigung, Wartung und Lagerung von Batterien“).
    • Schalten Sie das System ein. Prüfen Sie, ob die Werte auf dem Display und im Setup-Menü korrekt eingestellt sind und ob der Gashebel in den Positionen Vorwärts-Neutral-Rückwärts ordnungsgemäß funktioniert. Wenn sich der Motor außerhalb des Wassers befindet, lassen Sie ihn nur kurzzeitig und mit geringer Leistung laufen. Lassen Sie den Motor laufen und prüfen Sie, ob die Welle gerade ist. Fetten Sie die Welle mit Wellenfett und montieren Sie den Propeller.
  • Alle Batterietypen:
    • Schalten Sie den Motor und gegebenenfalls den Hauptschalter aus, um sicher arbeiten zu können, und trennen Sie die Batterie vom Motor und vom Batterieladegerät, indem Sie die Strom- und Datenkabel abziehen.
    • Prüfen Sie alle Stromverbindungen auf Schäden (Kabel, Steckverbinder und Polklemmen). Halten Sie die Anschlusspole und Steckverbinder frei von Staub und Korrosion. Korrosion (Rost) an den Anschlusspolen kann die Leistung der Batterie beeinträchtigen und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Lösen Sie die Batterieklemmen vorsichtig und entfernen Sie etwaige Korrosion mit einer Drahtbürste oder einer Batteriepolfbürste. Tragen Sie Batteriepolfett (säurefreie Vaseline) auf die Batteriepole auf; dies verhindert Korrosion und damit Spannungsverlust und Übergangswiderstand.
    • Staub und Feuchtigkeit dringen in alle elektrischen Geräte ein. Die Feuchtigkeit dringt in Kabel, Leitungen und Kontakte ein. Dann verfärbt sich alles grün - das ist „Korrosion“. Die Isolierung der Kabel wird dadurch beschädigt. Der Strom fließt nur schwer durch den Rost; dies wird als „Übergangswiderstand“ bezeichnet. Durch die Kombination aus Staub und Feuchtigkeit fließt ein kleiner Strom aus dem Kabel. Diesen nennen wir Kriechstrom. Dadurch kann es warm/heiß werden und anfangen zu brennen. Infolgedessen kann ein Brand entstehen. Kontrollieren Sie dies und verwenden Sie den Hauptbatterietrennschalter, um Kriechstrom zu verhindern. 
    • Prüfen Sie alle Datenanschlüsse auf Schäden (falls vorhanden) und reinigen Sie sie mit Druckluft. Besprühen Sie alle Datenanschlüsse mit Kontaktspray; dieses entfernt Öl, Schmutz, Staub, Flussmittelrückstände und Kondenswasser.
    • Bewahren Sie den Akku in einem trockenen und sauberen Raum mit ausreichender Belüftung auf.
    • Der an den Motor angeschlossene Akku kann bei Temperaturen zwischen -20 und 60 Grad Celsius verwendet werden. 60 Grad können an einem sehr warmen Tag gelegentlich im Akkuraum erreicht werden. Sorgen Sie dann für zusätzliche Belüftung. 
    • Schalten Sie das 12-V-Bordsystem aus. Der Raum, in dem sich der Akku befindet, muss sauber, trocken und gut belüftet sein. Schalten Sie alle Geräte wie Kühlschrank und Pumpen aus und laden Sie die Akkus nur, wenn jemand an Bord ist. Ladegeräte und Wechselrichter können gelegentlich durchbrennen.  
  • Lithium, z. B. LFP-/LiFePO4-Akkus:
    • Achten Sie darauf, dass der Akku keinen extremen Temperaturen ausgesetzt wird. Besonders hohe Temperaturen können die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Wenn der Akku an einem gut belüfteten Ort installiert wird, erwärmt er sich weniger und hält länger. In einem Boot kann die Temperatur bei 30 Grad bis zu 65 Grad erreichen. Die ideale Lagertemperatur für den Akku beträgt 15 bis 25 Grad Celsius bei einer maximalen Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent. Maximal 6 Monate zwischen -10 °C und 15 °C sowie zwischen 25 °C und 35 °C und maximal 1 Monat bei 35 °C - 45 °C. Kurzzeitig 45 °C bis 60 °C. 55–60 °C einige Stunden pro Tag, gelegentlich: leicht beschleunigte Alterung, >60 °C    Maximal 1–2 Stunden, sehr selten besteht das Risiko von Schäden oder einer Abschaltung des BMS, >70 °C    Nicht zulässig, Gefahr irreparabler Schäden oder einer Entgasung. Temperaturen über 60 °C unbedingt vermeiden.
      Berücksichtigen Sie einen Unterschied von 35 °C zwischen Außen- und Innentemperatur (und 25 °C bei mechanischer Belüftung). Öffnen Sie daher im Sommer die Backskiste, in der sich der Akku befindet, überprüfen Sie die Temperatur und sorgen Sie für zusätzliche Belüftung. 
    • Sie können bei Temperaturen zwischen minus 10 und 45 Grad Celsius fahren. Bei Temperaturen unter minus 20 Grad und/oder zwischen 50 und 60 Grad wird die Lebensdauer eingeschränkt.
    • Der optimale Ladezustand (insbesondere für eine lange (Winter-)Lagerung) beträgt 45 bis 50 % (andernfalls mindestens 30 % und höchstens 70 %). Laden Sie den Akku daher, wenn möglich, erst am Abend vor der Fahrt auf. 
      Laden Sie einen Lithium-Akku immer bei einer Umgebungstemperatur von mindestens 5 Grad. Auf keinen Fall bei Frost und vorzugsweise nicht über 45 Grad, maximal jedoch bei 50 Grad. 
      Verwenden Sie ein Ladegerät mit einer Stromstärke von mindestens 5 % (Ladezeit maximal 20 Stunden) bis höchstens 50 % der Akkukapazität (Ladezeit maximal 2 Stunden). Je niedriger, desto besser für den Akku.
    • Laden Sie den Akku, wenn der Hauptschalter des Motors ausgeschaltet ist. Besonders, wenn Akku- und Motorenmarke unterschiedlich sind. Die Endladespannung kann zu hoch sein und den Motor beschädigen.
    • Die folgende Tabelle zeigt den Ladezustand (SOC) einer 12-, 24- oder 48-Volt-LFP-LiFePO4-Lithiumbatterie auf Grundlage der Ruhespannung (also ohne Motorlast).

      Ladezustandstabelle – LFP/LiFePO₄-Batterie (Ruhespannung)

      SOC (%) 12 V 24 V 48 V
      Überladen 16.0 32.0 64.0
      Ladespannung 14.2-14.6 28.4-29.2 56.8-58,4
      100 13.6 27.2 54.4
      90 13.4 26.8 53.6
      80 13.3 26.6 53.1
      70 13.2 26.4 52.8
      60 13.1 26.1 52.3
      50 13.0 26.1 52.2
      40 13.0 26.0 52.0
      30 12.9 25.8 51.5
      20 12.8 25.6 51.2
      10 12.0 24.0 48.0
      0, sehr tiefe Entladung 10.0 20.0 40.0

    • Lithiumbatterien können durch eine sehr tiefe Entladung oder Überladung irreparabel beschädigt werden. Schäden infolge einer tiefen Entladung können auftreten, wenn kleine Verbraucher die Batterie langsam entladen, während das System nicht in Gebrauch ist. Beispiele für solche Verbraucher sind Alarmsysteme, der Standby-Strom von Gleichstromverbrauchern und der Ableitstrom von Batterieladegeräten oder Ladereglern. Trennen Sie daher immer die Batterie(n). Bei einem Hauptschalter müssen Sie diesen lediglich ausschalten. Bei einem Anderson-Stecker können Sie die Verbindung einfach trennen. Bei Batteriekabeln trennen Sie die Haupt-Plus- und -Minusverbindung (zuerst die Minusverbindung, anschließend die Plusverbindung). 
    • Die Batterie verschleißt schneller, wenn Sie in kurzer Zeit viel Energie aus ihr entnehmen. Indem Sie beispielsweise langsamer fahren, können Sie die Lebensdauer der Batterie verlängern.
    • Versuchen Sie, Vibrationen und Erschütterungen der Batterie auf ein Minimum zu reduzieren.
    • Bei parallel geschalteten Batterien: Überprüfen Sie die Spannung aller einzelnen Batterien jährlich mit einem Multimeter. Wenn der Spannungsunterschied zwischen den Batterien mehr als 0,1 Volt beträgt, liegt ein Ungleichgewicht vor. Wenden Sie sich dann an einen technischen Spezialisten.
    • Bei parallel oder in Reihe geschalteten Batterien: Verwenden Sie ausschließlich Batterien derselben Marke und desselben Typs.
  • Semi-Traktions-VRLA-AGM-Bleibatterien (Starterbatterie und gegebenenfalls Elektrobatterie für den Elektromotor): 
    • Wichtig: Die Batterien niemals zu mehr als 80 % entladen (Starterbatterien zu nicht mehr als 20 %). Ebenso wichtig ist es, die AGM-Batterien nach dem Fahren sofort wieder vollständig aufzuladen. Bei zu tiefer Entladung erlischt die Garantie, ebenso wie beim Laden mit einem Ladegerät mit zu geringer oder zu hoher Kapazität. 
    • Nachfolgend sind die Batteriespannungen für 12-Volt-, 24-Volt- und 48-Volt-Batterien (AGM und Blei (Starterbatterie)) aufgeführt, die angeben, wie viel Kapazität noch verfügbar ist. Auf Grundlage der Ruhespannung (also ohne Motorbelastung).

       

  • 100 %: 12,7 / 25,4 / 50,8 Volt oder höher
  • 90 % 12,6 / 25,2 / 50,4 Volt
  • 80 % 12,5 / 25,0 / 50,0 Volt
  • 70 % 12,3 / 24,6 / 49,2 Volt
  • 60 % 12,2 / 24,4 / 48,8 Volt: nachladen 
  • 50 % 12,1 / 24,1 / 48,2 Volt
  • 40 % 11,9 / 23,8 / 47,6 Volt: Gefahr einer verkürzten Lebensdauer
  • 30 % 11,8 / 23,6 / 47,1 Volt: Gefahr einer verkürzten Lebensdauer
  • 20 % 11,5 / 23,0 / 46,1 Volt: hohe Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung
  • 10 % 11,3 / 22,6 / 45,2 Volt: hohe Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung
  • 0 % 10,9 / 21,8 / 43,6 Volt: hohe Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung

    • Ist die Spannung einige Stunden nach dem Trennen des Ladegeräts niedriger als 12,4 Volt (24 Volt: 24,8 Volt; 48 Volt: 49,6 Volt), sollte die Batterie am besten ausgetauscht werden. 
    • Bei mehreren elektrischen Batterien für einen Elektromotor: Kontrollieren Sie, wenn das Boot im Wasser liegt, den Zustand und die korrekte Spannung aller Batterien. Verwenden Sie hierfür ein Multimeter. Messen Sie die Batterie(n) unter Last und ohne Last.
      -Belastet: Lassen Sie den Motor laufen und messen Sie mit dem Multimeter die Spannung aller einzelnen Batterien, indem Sie die Messspitzen an den Plus- und Minuspol der Batterie halten. Vergleichen Sie nach der Messung die Ergebnisse der einzelnen Batterien. Der Spannungsunterschied zwischen den Batterien darf nicht mehr als 0,1 Volt betragen.
      -Unbelastet: Messen Sie die Batterien nach dem Laden erneut einzeln und vergleichen Sie die Ergebnisse noch einmal. Auch unter diesen Bedingungen darf der Spannungsunterschied zwischen den Batterien nicht größer als 0,1 Volt sein. ACHTUNG! Wenn der Spannungsunterschied zwischen den Batterien größer als 0,1 Volt ist, liegt ein Ungleichgewicht vor. Es ist wichtig, diesen Unterschied vor der Lagerungsperiode zu beseitigen. Dadurch entstehen Spannungsunterschiede, die letztendlich zu Schäden an den Batterien, dem Motor oder anderen Komponenten führen können.
    • Trennen Sie die Batterie(n). Einen Anderson-Stecker können Sie einfach abziehen. Bei Batteriekabeln trennen Sie die Haupt-Plus- und Minusverbindung (zuerst die Minusverbindung, anschließend die Plusverbindung). Bei einem Hauptschalter müssen Sie diesen nur ausschalten. Bei mehreren Batterien müssen Sie die Batterien nicht voneinander trennen.
    • Laden Sie die Batterie(n) auf 100 % auf. Die Batterien haben bei einer Temperatur von 10 °C lediglich eine Selbstentladung von 1,5 % pro Monat. Diese Entladerate verdoppelt sich bei jeder Temperaturerhöhung um 10 °C, also 3 % Selbstentladung pro Monat bei einer Temperatur von 20 °C. Kontrollieren Sie während der Lagerungsperiode alle 10 Wochen die Batteriespannung und laden Sie die Batterien wieder auf 100 % auf. Dies gilt bei einer Umgebungstemperatur über 0 Grad. Ein Erhaltungsladegerät ist nicht erforderlich, wird jedoch empfohlen. ACHTUNG! Bei einer Umgebungstemperatur um den Gefrierpunkt und darunter muss die Batteriespannung sehr regelmäßig kontrolliert und die (Starter-)Batterien auf 100 % aufgeladen werden, um Schäden durch Tiefentladung zu vermeiden (die Mindestspannung beträgt 12,4 Volt bei einer 12-Volt-Batterie (dann stehen 80 % Kapazität zur Verfügung). Bei 24 Volt beträgt die Mindestspannung 24,8 Volt und bei 48 Volt 49,6 Volt. Dann ist ein Erhaltungsladegerät mit Temperatursensor erforderlich. Noch besser ist es, die Batterie im Winter frostfrei am Erhaltungsladegerät zu lagern. Dies kann im Haus erfolgen oder indem Sie einen Frostwächter anbringen.
    • Die elektrochemische Aktivität in einer Batterie nimmt zu oder ab, wenn sich die Umgebungstemperatur verändert. Die Ladespannung muss bei steigender Temperatur gesenkt werden, um eine Überladung zu vermeiden. Bei sehr niedrigen Temperaturen gilt das Gegenteil: Die Ladespannung muss erhöht werden, um eine Unterladung zu vermeiden. Eine Temperaturkompensation ist erforderlich, wenn zu erwarten ist, dass die Batterietemperatur über längere Zeit unter 10°C oder über 30°C liegt - für Boote übliche Temperaturen. Die empfohlene Temperaturkompensation beträgt -20 mV/°C im Erhaltungsladebetrieb (Stand-by) und -30 mV/°C (ausgehend von 25°C) im Zyklenbetrieb für jede einzelne 12-V-Batterie. Bei 0°C also: 25*+20mV= +0,5Volt. Trotz der geringen Selbstentladung bei 0°C ist es daher wichtig, die Ladespannung aufrechtzuerhalten. Bei 100% sinkt die Ladespannung auf 12,2 Volt: den Ladezustand von 40% Entladung, und das ist nicht gut für die Batterie. 
      Die maximale Ladespannung der Batterien beträgt bei 12 Volt im Zyklenbetrieb 14,6 bis 14,8 Volt (im Erhaltungsladebetrieb 13,6 bis 13,8 Volt).
    • Warten Sie die Batterien mit einer Erhaltungsladespannung von etwa 13,2 Volt und einer regelmäßigen Auffrischungsladung (Quelle: Victron, Elektrizität an Bord).  Minimale Ladetemperatur: 0°C und maximale Ladetemperatur: 50°C.

  • Bootspflege
  • Stellen Sie den Motor an einem frostfreien Ort in aufrechter Position auf, damit kein Wasser im Unterwasserteil stehen bleibt.
  • Spritzen Sie den Unterwasserrumpf mit Hochdruck ab. Es empfiehlt sich, den Unterwasserrumpf sofort zu reinigen, wenn das Boot aus dem Wasser kommt. Wenn der Bewuchs noch feucht ist, lässt er sich leichter entfernen als im eingetrockneten Zustand. Ein spezielles umweltfreundliches Reinigungsmittel wie Radboud Bioclean sorgt für eine höhere Wirksamkeit.
  • Kontrollieren Sie den Unterwasserrumpf auf Beschädigungen und bessern Sie den Gelcoat aus, um Osmose zu vermeiden. 
  • Spülen Sie das gesamte Boot nach dem Fahren in Salzwasser sofort mit Süßwasser ab. Wenn das Boot hauptsächlich in Salzwasser genutzt wird, sollten Sie den Rumpf einmal im Monat wachsen und alle Metallteile mit einer Wachsschicht und einem Korrosionsschutz versehen.
  • Imprägnieren Sie das Cabrioverdeck oder lassen Sie es in einer spezialisierten Wäscherei imprägnieren. 
  • Nehmen Sie die Polster von Bord oder stellen Sie sie aufrecht, um Schimmelbildung entgegenzuwirken.
  • Trocknen Sie die Bilge und öffnen Sie sie zur zusätzlichen Belüftung. So beugen Sie Osmose besser vor. Öffnen Sie im Boot nach Möglichkeit zwei Lüftungsöffnungen, um eine Luftzirkulation zu gewährleisten und zu verhindern, dass Feuchtigkeit stehen bleibt. Stellen Sie außerdem einen Luftentfeuchter auf, verwenden Sie keine Heizung. 
  • Kondensbildung vermeiden: Sorgen Sie dafür, dass der Raum der Elektroinstallation ausreichend belüftet werden kann.
  • Natürlich ist es für den Erhalt Ihres Beiboots am besten, es in einer Halle zu lagern oder andernfalls unter einer Abdeckplane aufzubewahren. Es ist wichtig, das gesamte Wasser aus dem Beiboot zu entfernen, da sonst Frostschäden entstehen können. Dabei müssen alle Wasserreste und auch Kondenswasser aus dem Bugbereich und unter dem Boden entfernt sein. 
  • Die Kosten für eine Innenlagerung im Winter für ein Beiboot mit einer Länge von bis zu 6 Metern betragen ungefähr 500 bis 600 €.
  • Decken Sie das Beiboot im Freien mit einer Winterpersenning / Winterabdeckung ab; das Tuch wird mithilfe von Stützen so aufgespannt, dass Schnee und Eis herunterfallen können. Die Abdeckung darf nicht vollständig abschließen, damit die Luft unter dem Tuch zirkulieren kann. Bei jeder Winterlagerung ist es wichtig darauf zu achten, dass keine Punktbelastung entsteht. Dies verhindern Sie, indem Sie das Beiboot auf mehrere große Auflageflächen legen. Bedenken Sie, dass der Schnee, der auf Ihrem Beiboot liegen bleibt, ohne Weiteres mehrere hundert Kilo wiegen kann! Kein Beiboot ist dafür ausgelegt, eine derart große Last zu tragen.

 

Diebstahl

  • Verhindern Sie Diebstahl, indem Sie ein SCM-geprüftes Außenbordmotorschloss montieren und zusätzlich ein VbV-/SCM-geprüftes Kabel- oder Kettenschloss (mit einer Dicke von mindestens 1 Zentimeter) verwenden, mit dem das Beiboot am Kai befestigt wird. Diese sind für das Beiboot erhältlich.
  • Mit einem Track-and-Trace-System erhalten Sie regelmäßig den Standort des Beiboots auf Ihr Telefon. Das System ist für das Beiboot erhältlich.
  • Beim Katasteramt können Sie mit einer Eintragung des Schiffsregisters registrieren, dass Sie Eigentümer des Beiboots sind. Das Beiboot erhält dann eine Brandmarkierung mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. Dies wird im Register des Katasteramts festgehalten. Bei der Registrierung können Sie das Beiboot außerdem mit Microdots für Diebe unattraktiver machen. Mit Microdots ist Ihr Beiboot bei einem Diebstahl zusätzlich geschützt. Eine Brandmarkierung kann nämlich entfernt werden, aber es ist nahezu unmöglich, alle Microdots zu entfernen. 
  • Wenn das Beiboot auf dem  Bootstrailer steht, sorgen Sie für ein SCM-geprüftes Kupplungsschloss (auch wenn dieser an ein Auto angekuppelt ist), um den Diebstahl des Trailers und des Beiboots zu verhindern (beim Parken auf öffentlichen Straßen zusätzlich eine Wegfahrsperre). Diese Maßnahmen werden auch von Versicherern verlangt. 

 

Recycling 

Polyester hat eine lange Lebensdauer. Bringen Sie das Boot am Ende seiner Lebensdauer zu einem Recyclingbetrieb. Das Polyester kann beispielsweise zu Spundwänden oder Eisenbahnschwellen verarbeitet werden.

Versicherung

Denken Sie an eine Bootsversicherung (gegebenenfalls mit Bootstrailerversicherung), die Haftpflichtschäden sowie mögliche Schäden oder den Verlust Ihrer eigenen Sloop ersetzt. Unter anderem bieten Univé, FBTO und Nationale Nederlanden solche Versicherungen an. Prüfen Sie auch, inwieweit Sie den Hausrat, die Vermietung, Frostschäden, den Transport auf dem Wasser oder Land oder einen eigenen festen Liegeplatz über die Bootsversicherung versichern möchten.

  • Bei Sloops mit einer Motorleistung von mehr als 4 PS oder 3 kW übernimmt Ihre private Haftpflichtversicherung den Schaden nicht.
  • Mit dem Schutz für Unfälle der Insassen sind Sie versichert, wenn Sie durch einen Unfall mit Ihrer Sloop verletzt werden und dadurch sterben oder dauerhaft invalide werden. 
  • Mit dem Teilkaskoschutz sind Sie gegen Schäden an Ihrer Sloop oder deren Verlust versichert, wenn diese durch Brand, Explosion, direkten Blitzeinschlag, Sturm, Diebstahl und Einbruch oder den Transport auf der Straße oder auf dem Wasser verursacht wurden.
  • Der Vollkaskoschutz deckt den Verlust und die Beschädigung Ihrer Sloop, wenn dieser Verlust oder Schaden verursacht wurde durch: Kollision, Leckschlagen, Überspannung/Induktion, Vandalismus, Unterschlagung und unbefugte Nutzung, Frost, Blasenbildung im Polyester durch Osmose bis zu 10 Jahre (Nationale Nederlanden, FBTO bis zu 5 Jahre), einen Eigenschaden des Motors und der Sloop sowie den Eigenschaden selbst und jedes andere von außen kommende Unglück. Bei einem Eigenschaden (Eigenschaden = eine schlechte Eigenschaft, die Materialien nicht haben sollten) ist bei FBTO auch alles versichert, was am Boot montiert ist! Außerdem sind die Kosten für Notreparaturen am Boot, Bergungs- und Liegekosten, Kosten zur Vermeidung oder Begrenzung eines unmittelbar drohenden Schadens sowie Sachverständigenkosten versichert. Bei einer Reparatur übernimmt FBTO die Reparatur- und Materialkosten. Auch Frostschäden sind versichert. 
  • Bei einer Sloop im Wert von 15.000 Euro ergibt eine Prämienberechnung bei FBTO bei 10 schadenfreien Jahren eine monatliche Prämie von 7 Euro für Haftpflicht & Hilfeleistung, Kollision & Eigenschäden. 

Transport

  • Bootstrailer: Lesen Sie die Anleitung zum Bootstrailer für den sicheren Transport sowie das Herausnehmen und Zuwasserlassen Ihrer Sloop.
  • Anheben: Wenn das Boot ohne Trailer aus dem Wasser gehoben werden muss, befestigen Sie keine Hebekabel an Anschlüssen, an Wasserskiösen oder an der Reling. Verwenden Sie spezielle Hebegurte, die unter dem Boot durchgeführt werden. 
    Halten Sie den Bug etwas höher als das Heck, um Motorschäden zu vermeiden.

Hilfe zu diesem Handbuch

Haben Sie eine Frage zu dieser Anleitung oder zu Ihrer Schaluppe bzw. Ihrem Tender? Geben Sie das Modell an und senden Sie gegebenenfalls ein Foto mit. So können wir Ihre Frage gezielter beantworten.